Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Helena's Antlitz flammte auf in Zorn bei dieſer überraſchenden Nachricht und mit Entſchiedenheit er⸗ klärte ſie, den Wagen nicht verlaſſen, das Kloſter nicht betreten zu wollen.

Der Adjutant Caraffa's erwiderte mit höhniſchem Lächeln, daß er gemeſſene Befehle habe, die Fürſtin mit ihren Kindern in dies Kloſter zu führen, und daß, wenn ſie ſich ferner weigere, er gezwungen ſein würde, Gewalt zu brauchen.

Helena unterwarf ſich. Einſam, verlaſſen, ohne Schutz, ohne Beiſtand, war die Heldin von Munkars

jetzt nur eine ſchwache, gramerfüllte Frau, die keine

Mittel mehr beſaß, ſich aufzulehnen gegen die ihr an⸗ gethane Gewalt. Sie weinte nicht, ſie klagte nicht, ſie barg den ungehenren Schmerz in ihrem zuckenden Herzen. Todesbleich, aber hochaufgerichteten, ſtolzen Hauptes ſtieg ſie hernieder aus dem Wagen, und ihren beiden Kindern ihre Hände darreichend, ihre Häupter an ſich drückend, ſchritt ſie ſchweigend, in hoheitsvoller Haltung hinein in das Kloſter, deſſen Pforte ſich knarrend ihr aufgethan.

In dem weiten öden Kloſterſaal, wo Niemand ſie begrüßte, Niemand ſie willkommen hieß, ließ man die Mutter allein mit ihren Kindern, die ſich wie zwei,