Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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Am ſechzehnten Januar 1688 verließ Helena Zrinyi mit ihren Kindern Juliana und Franz Rä⸗ köczy die gefallene Feſtung Munkacs, und wie eine beſiegte Königin im Triumphzug ihres Beſiegers fuhr ſie dahin, den Weg nach Wien.

Dem Kaiſer Leopold wollte ſie das Erbe ihres Gemahls überbringen, den jungen Franz Räköczy den Zweiten!

Dann, wenn ſie dieſe letzte Pflicht der Mutter er⸗ füllt, den Sohn und die Tochter dem kaiſerlichen Vor⸗ munde übergeben hatte, dann wollte ſie hineilen zu ihrem Gemahl, zu Emmerich Tököly, um die Leiden, die Gefahren und Enttäuſchungen ſeines ſturmbeweg⸗ ten Lebens mit ihm zu theilen.

Das waren die Pläne, mit denen Helena Zrinyi Munkacs verließ und Franz Räköczy II. nach Wien geleitete!

Aber über den Plänen der Menſchen waltet das Schickſal, und ihr Wünſchen und Hoffen zerreißt es gar oft mit grauſamer Hand!

Ende des erſten Bandes.

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