Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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den Türken, oder mit anderen auswärtigen Mächten zu unterhandeln oder Verträge abzuſchließen.

Nun endlich, mit dieſem Linzer Friedensſchluß ſchien die alte Fehde zwiſchen Ungarn und dem Hauſe Habsburg ausgekämpft, ſchien die Ruhe wieder her⸗ geſtellt und geſichert zu ſein.

Georg Räkoczy aber fand kein Behagen an der Ruhe des friedlichen Daſeins, der Kampf war ſeines Lebens innerſter Nerv und es ſchauderte ihm vor dem Gedanken, ſein Schwert an den Nagel zu hängen und friedliche Tage der Muße hinzudämmern. Das kleine Fürſtenthum Siebenbürgen ſchien ihm zu enge für ſeine Thatkraft, der goldene Fürſtenreif zu klein für ſeine ſieggekrönte Stirn. Er ſchaute ſich um nach einer größeren Krone, und ſie leuchtete ihm verlockend ent⸗ gegen aus Polen, wo eben der König Wladislaw IV. geſtorben war, und die Wahlfürſten ſich um ſeinen Nachfolger ſtritten und zankten.

So fandte denn Georg Räköczy ſeinen Vertrauten Franz Bethlen mit den mächtigſten Hülfstruppen, mit großen Summen Goldes nach Polen, um mit dieſen unfehlbaren Werbemitteln ihm die Stimmen der Polen zu erobern, daß ſie ihn wählen möchten zum Nachfolger des verſtorbenen Polenkönigs.

Doch ehe noch die Sendung Bethlen's irgend