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Am andern Tage, nachdem Napoleon ſich auf die Inſel Air be⸗
geben, waren alle Ausgänge des Hafens von engliſchen Schiffen blockirt,
aber noch einmal ließen die jungen Marine-Officire dem Kaiſer ihre Dienſte anbieten, verſicherten, daß es ihnen mit ihren leichten Fahr⸗ zeugen gelingen werdve, allen engliſchen Kreuzern zum Trotz den Hafen zu verlaſſen und die hohe See zu gewinnen. Noch einmal ließ Capitain Baudin den Kaiſer beſchwören, ſich ihm anzuvertrauen und auf ſeinem däniſchen Schiff in dem ſichern Verſteck nach Amerika zu entfliehen.
Der Kaiſer lehnte alle dieſe Vorſchläge ab. Schweigend und un entſchloſſen verweilte er zwei Tage noch auf der Inſel Aix. Dann berief er alle die Herren ſeines Gefolges zu einem Kriegsrath zuſam⸗ men und beſprach ſich mit ihnen über die zu ergreifenden Maßregeln.
Vorher aber hatte der Kaiſer den Grafen Las Caſes noch einmal zu dem Capitain Maitland geſchickt, und dieſen fragen laſſen, ob er glaube, daß man dem Kaiſer, wenn er ſich freiwillig auf engliſches Gebiet begebe, dort gaſtliche Aufnahme bewilligen, oder ob man ihn als Gefangenen behandeln werde.
Capitain Maitland hatte dieſe letztere Frage mit edlem Unwillen zurückgewieſen und erklärt, daß England ſich niem als ſo erniedrigen würde, Denjenigen, welcher ſich Schutz ſuchend auf Englands gaſt⸗ freien Boden begebe, als Gefangenen zu behandeln. Er hatte feierlich verſichert, daß Napoleon in England ehrenvolle Aufnahme finden werde. Er hatte hinzugefügt, daß er jetzt vom Admiral Hotham ſeine Verhaltungsbefehle erhalten habe und daher ganz bereit ſei den Kaiſer mit ſeinem Gefolge auf dem Bellerophon aufzunehmen, und daß, ſo⸗ bald er den Boden ſeines Schiffes betreten, er ſich auf engliſchem Boden und unter dem Schutz engliſcher Geſetze befinde.


