Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 4. Band (1859)
Entstehung
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deutſche Volk wenig Vortheil und Segen davon übrig bleiben wird. Wir Soldaten, und das tapfere deutſche Volk, wir hatten unſere Sache wohl recht gut gemacht, aber die Diplomaten, die Diplomaten, die haben Alles verdorben. Was wir auf den Schlachtfeldern erworben, das iſt in Wien von den Herren des Congreſſes wieder fortgeworfen worden, und nun wird Alles bleiben, wie es iſt, und das deutſche Volk wird immer der Aſchenbrödel der Nationen bleiben!

Am Abend dieſes Tages fand beim Herzog von Wellington ein großes Souper ſtatt, auf dem alle Generäle, Miniſter und Diplomaten der Alliirten verſammelt waren.

Es war eine heitere und frohbewegte Geſellſchaft, und mancher Toaſt ward ausgebracht. Blücher indeß war heute ernſter und ſtiller, wie er ſonſt zu ſein pflegte, und ſchaute oft düſter vor ſich hin.

Endlich, nachdem Wellington, neben dem er ſaß, einen langen und wortreichen Toaſt ausgebracht, erhob ſich auch Blücher von ſeinem Sitz. Er nahm ſein Glas, und ein trotziger Ausdruck leuchtete von ſeinem gerötheten Angeſicht.

Na, ſagte er, jetzt will ich Euch auch einmal was ausbringen. Nu hört mal!

Und mit blitzenden Augen umher ſchauend, rief er, ſein Glas hoch emporhebend: Mögen die Federn der Diplomaten nicht wieder verderben, was durch die Schwerter der Heere mit ſo vieler Anſtrengung gewonnen worden.*)

*) Dieſer Toaſt machte damals durch ganz England die Runde, ward überall mit lautem Jubel aufgenommen und man nannte ihn denBlücher⸗ Toaſt. Siehe: Varnhagen. 479.