Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 4. Band (1859)
Entstehung
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Denkmal ihres Ruhms, und man wird doch ihnen dieſen Ruhm nicht ableugnen können.

Na, meinetwegen, ſagte Blücher verdrießlich, mögen ſie denn dieſes Ding behalten. Es iſt König Ludwigs Sache, ob er die Ruhmesſäule Bonaparte's vor ſeiner Naſe dulden will, und ob's ihn nicht ver⸗ ſchnupft, den Bonaparte mitten in ſeiner Hauptſtadt ſo gefeiert zu ſehen. Wenn Er's ertragen kann, mir kann's gleichgültig ſein. Aber Eins ſage ich Ihnen, Gneiſenau, die Brücke von Jena, die laſſe ich ihnen nicht, und ich rathe Ihnen, daß Sie nicht für ſie bitten. Die muß runter, eben ſo gut, wie der Bonaparte.

Aber es fällt mir auch gar nicht ein, für die Brücke bitten zu wollen, rief Gneiſenau. Ich bin ganz Ihrer Meinung, Durchlaucht, die Brücke von Jena muß zerſtört werden. Wir haben mit unſeren Siegen von Leipzig, Paris und Belle⸗Alliance die Niederlage von Jena wieder ausgelöſcht, und wir dürfen es nicht dulden, daß man dieſes Denkmal jenes Unglückstages hier erhalten wolle, allen Preußen zur Beſchämung und zum Aergerniß.

Recht ſo, Freund, rief Blücher freudig, dem General ſeine Hand darreichend. Sie ſind ein prächtiger Menſch, und Sie halten doch noch etwas auf deutſche Ehre, ſind kein ſolcher demüthiger Duckmäuſer, der zufrieden iſt, wenn er's Leben hat, und alle anderen Völker ganz be⸗ ſcheidentlich dafür um Entſchuldigung bitten möcht', daß er man blos 'nDeutſcher iſt. Nein, wir Zwei, wir rühmen uns, Deutſche zu ſein, und wir wollen's den Herren Franzoſen beweiſen, daß wir keinen Reſpect vor ihnen haben, und uns gar nicht geehrt fühlen, wenn wir mit ihnen franzöſiſch parliren können. Nein, Deutſch wo Jen wir mit ihnen ſprechen, und wenn wir ihnen die Brücke von Jena zerſprengen, ſo heißt das,'n gutes deutſches Wort geſprochen haben. Den Bona⸗ parte haben wir runter, nun müſſen wir auch die Brücke noch runter kriegen!

Aber ich fürchte, wir werden viel Schwierigkeiten damit haben, und man wird von allen Seiten Alles anwenden, um unſer Vorhaben zu vereiteln.

Freilich, wir müſſen uns beeilen, ſagte Blücher. Wir müſſen