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bin dieſes Lebens ſatt und müde, ich fange an, mich auf der Erde zu langweilen! Laſſen Sie uns alſo verſuchen, zu ſchlafen. Der Schlaf bringt Vergeſſenheit, und ſelig ſind Diejenigen, welche vergeſſen können. Ich begreife jetzt die Mythe der Alten, welche die Seelen, die das Elyſium betraten, erſt aus dem Lethe trinken ließen, damit ſie im Paradieſe glücklich zu ſein vermöchten. Ja, ja, um nach einem inhalts⸗ reichen Leben wieder das Glück des Paradieſes genießen zu können, muß man den Trank des Vergeſſens getrunken haben. Ach, aber wo finde ich ihn, welche mitleidige Hand anders als der Tod kann mir den Lethebecher reichen, und— doch ſtill! Gute Nacht, Graf, morgen wollen wir einen Kriegsrath halten! Heute wollen wir ſchlafen! Schlafen!
V. Die Brücke von Zena.
Na, ſo haben wir's nun endlich erreicht, ſagte Blücher, ſich be⸗ haglich ausſtreckend auf dem mit goldenen Bienen geſtickten Divan von grünem Sammet. Der Bonaparte iſt nun runter und er ſoll die Welt nicht mehr beunruhigen. Es iſt aus mit ihm, er ſitzt nun in Rochefort, und wird bald nach Helena abſegeln, ich ſitze nun in St. Cloud, und das Cabinet des Herrn Bonaparte, das iſt nun das Wohnzimmer des betrunkenen Huſaren⸗Generals Blücher, wie der Monſieur mich immer genannt hat. Mit dem Bonaparte, da ſind wir nun fertig, aber mit Frankreich noch lange nicht.
Was wollen Sie denn noch weiter fordern, Durchlaucht? fragte Gneiſenau, der neben dem Divan des Feldherrn auf dem Fauteuil ſaß, an deſſen Armlehne Napoleon ſo oft während des Miniſter⸗ Conſeils geſchnitzt hatte. Frankreich iſt, wie mich dünkt, hinlänglich gedemüthigt.


