Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 4. Band (1859)
Entstehung
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Dann wandte er ſich wieder um, und ſtellte ſich an das Fenſter und blieb dort, den Rücken dem Zimmer zugekehrt, ſtehen, bis das leiſe Zufallen der Thür ihm ſagte, daß Conſtant hinausgegangen, daß er keinen verrätheriſchen Zeugen ſeiner Aufregung, ſeines Zorns mehr zu vermeiden habe.

Nun wandte er ſich wieder dem Zimmer zu, und ſchritt haſtig zu Lucian hin, der in der Mitte des Zimmers ſtehend, mit ruhiger Faſ⸗ ſung die Frage ſeines Bruders erwartet hatte.

Lucian, ſagte er, jetzt ſprich! Ich ſehe an Deinem Angeſicht, daß nicht Du der Präſident der Kammern geworden biſt? Sage alſo, wen haben ſie gewählt?

Sie haben Lanjuinais zu ihrem Präſidenten gewählt, ſagte Lucian mit ſeiner ſanften ruhigen Stimme.

Lanjuinais, rief Napoleon auffahrend, Lanjuinais, den Republi⸗ kaner, den Girondiſten, den Vertheidiger Ludwigs des Sechszehnten, meinen beſtändigen Feind und Widerſacher! Ihn, ihn haben ſie ge⸗ wählt! Das heißt alſo, ſie wollen mir öffentlich ohne Rückhalt Feind⸗ ſchaft anbieten. Sie wollen mir ſagen, daß, wie Lanjuinais es öffent⸗ lich vor ſeinen Wählern geſagt hat, Frankreich nur zwiſchen der Re⸗ publik und den Bourbonen wählen kann. Sie haben Lanjuinais gewählt!

Ja, ſagte Lucian düſter, ſie haben ihn mit glänzender Majorität gewählt.

Aber wer hatte nach ihm die meiſten Stimmen? fragte Napoleon raſch. Du, nicht wahr, Du?

Nein, mein Bruder, nach Lanjuinais hatte Lafayette die meiſten Stimmen. 3

Auch ein Republikaner, rief der Kaiſer, ein Menſch, der aus Re⸗ publikanismus und Bourbonismus zuſammengefügt iſt. Die Feind⸗ ſchaft iſt alſo rückhaltlos ausgeſprochen! Dieſe Leute, welche ſich die Deputirten des Volkes nennen, erklären ſich gegen mich. Sie haben nicht genug an dem Krieg von Außen, ſie wollen auch den Krieg im Innern. Nun wohl, ſie ſollen ihn haben. Wenn ich erſt den Krieg da außen beſeitigt habe, ſo werde ich mit dieſen republikaniſchen und