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Montbrun verneigte ſich, und hoch aufathmend fuhr er fort:
Der Kaiſer mit ſeiner neu gewonnenen Avantgarde zog weiter. Vor Grenoble ſtellte ſich ihm das ſiebente Regiment entgegen, ausge⸗ ſandt, den Kaiſer mit ſeinen Truppen zu bekämpfen, zu vernichten. Aber der Kaiſer reitet ihm entgegen, ſein Auge heftet ſich auf den Anführer des Regiments, auf ſeinen früheren Adjutanten Carl von Labédoyére, und dieſer, hingeriſſen von der Freude des Wiederſehens, ſchwenkt ſeinen Degen, und ruft: vive'Empereur! Und jubelnd brüllt das ganze Regiment ihm nach: vive'Empereur! und die Soldaten werfen ihre Gewehre hin und knieen nieder und Thränen entſtrömen den Augen ergrauter Krieger, ſie heben ihre Arme empor, als wollten ſie Alle, Alle den Kaiſer an ihr Herz drücken, ſie rufen ihn mit zärt⸗ lichen Liebesworten, ſie grüßen ihn als ihren geliebten heimgekehrten Herrn. Dann ſpringen ſie auf, um mit einer Bewegung des Zorns die weiße Cokarde von ihren Czakos zu reißen, die geliebte Tricolore, die ſie bis dahin ſorgfältig in ihrem Torniſter verborgen gehalten, wieder anzuheften, und dann die Luft zu erfüllen mit dem erneuerten Jubelgeſchrei: vive'Empereur! Bei La Fréte hatte er ein Bataillon erobert, jetzt, bei Grenoble, eroberte er ein Regiment!— So zog der Kaiſer weiter gen Grenoble hin. Die Thore der Feſtung waren ge⸗ ſchloſſen, und General Marchand wollte die Stadt vertheidigen. Aber die Soldaten auf den Wällen riefen, gleich den Soldaten außen vor den Mauern, vive'Empereur! Sie nahmen ihre Aexte und Hämmer, und hämmerten und ſchlugen, gleich denen da draußen, gegen die Thore und Palliſaden, um ſie zu zerſtören, und dem Kaiſer die Feſtung zu öffnen, und Tauſende von Menſchen ſtanden auf den Wällen, und jubelten Napoleon ihr vive'Empereur entgegen. Endlich fiel das Thor krachend zuſammen, der Kaiſer ritt in die Stadt ein, und aus dem andern Thor floh der General Marchand hinaus. Grenoble war gewonnen ohne Schwertſtreich. Unter dem Jubel der Bevölkerung zog der Kaiſer nach dem Gaſthof hin, um kurze Raſt zu halten. Als er in der Frühe des Morgens weiter zog, folgte ihm ſchon ein Heer von zwölftauſend Mann, und überall, wohin er kam, zog ihm das Militair mit klingendem Spiel, mit freudigem Jauchzen entgegen, rief ihm die
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