Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 3. Band (1859)
Entstehung
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Banknoten, und wie ich ſehe, beläuft ſich jede dieſer Banknoten auf funfzigtauſend Franecs.

Und ſehen Sie auch Durchlaucht, wie viel ſolcher Banknoten ich hier auf den Tiſch gelegt habe?

Wie mir ſcheint, ſind es deren zwanzig.

Sehr richtig, Fürſt, und zwanzig Banknoten, jede zu funfzigtauſend Francs, das macht?

Ich glaube, das macht eine Million, ſagte Talleyrand lächelnd.

Ja, das macht eine Million, ſagte Herr von Sahla, ſich empor⸗ richtend. Ew. Durchlaucht ſehen alſo, daß es nicht ſo gar ſchwer iſt, Millionen in Wirklichkeit zu ſetzen, denn ich habe in weniger als einer Viertelſtunde hier eine Million aufzählen können.

Aber wenn ich nicht irre, ſprachen Sie von drei Millionen Francs? Drei Millionen möchten doch ſchwieriger aufzuzählen ſein.

Nicht im Mindeſten, ſagte Herr von Sahla, einige andere Pa⸗ piere aus ſeinem Portefeuille nehmend. Erlauben Sie mir nur zuvor, Ihnen den Plan meines edlen und unglücklichen Königs auseinander zu ſetzen. Ich ſagte Ihnen vorher, daß der König Demjenigen, welcher hier auf dem Congreß für ihn wirken und ſprechen wolle, Demjenigen, welcher durch ſeinen Einfluß ihm ſeine Krone und ſein Land erhalten würde, eine Belohnung von drei Millionen Francs geben wolle. Aber es verſteht ſich, daß die Klugheit hierbei einige Vorſichtsmaßregeln er⸗ heiſcht, und daß mein König nicht belohnen kann, ehe das Ziel erreicht iſt, um das es ſich handelt. Ew. Durchlaucht wiſſen vielleicht, wie es der König Ludwig der Sechszehnte in einem ähnlichen Fall mit dem Grafen Mirabeau gehalten hat?

Nein, mein Herr, ich geſtehe zu meiner Beſchämung, daß ich das nicht weiß.

Graf Mirabeau verſprach auch dem König Ludwig dem Sechs⸗ zehnten durch ſeinen Einfluß und ſeine Beredtſamkeit ſeinen Thron und ſeine Macht zu erhalten. Der König bezahlte dafür Mirabeau's Schul⸗ den, die ſich auf mehr als zweimalhunderttauſend Franes belaufen mochten, gab ihm eine monatliche Revenue von ſechstauſend Francs, und außerdem einige Wechſel, im Geſammtbetrage von einer Million,