ie an
auf
einen ihren llung
m ich
nzu⸗ ieen. lten,
licken
il ich
niſe e an,
ſein einen Toge ngen gwß⸗
Sie edle, idert jeſtü
le
S
oder
Velt⸗
meer verbannt zu werden, denn ich weiß, daß Sie eine heldenmüthige Seele ſind, welche nicht zurückſchreckt vor den Gefahren, denen Sie auf dem Wege Ihrer Fflichterfüllung begegnen könnten. Ich rede auch nicht davon, daß der Congreß, welcher die Umtriebe und Verſchwö⸗ rungspläne kennt und beobachtet, denen man auf Elba nachhängt, mit dem Plan umgeht, Napoleon, indem er ihn nach einer wüſten Inſel im Weltmeer verbannt, auch ſeines Kaiſertitels, ſeines Namens und ſeiner Würde zu berauben, denn ich weiß, daß die hochherzige, über Vorurtheile erhabene Marie Louiſe nicht zu ihrem Glück des Titels einer Kaiſerin bedarf, ſondern, daß ſie eben ſo erhaben, eben ſo ſtrah⸗ lend der Welt entgegen leuchten wird als Madame Bonaparte. Aber ich rede davon, daß Ew. Majeſtät der furchtbarſten aller Enttäuſchungen entgegen gehen werden, einer Enttäuſchung, von der ſich ein liebendes Herz nie wieder erholt.
Was meinen Sie? Was wollen Sie ſagen? fragte Marie Louiſe erregt. Was für eine Enttäuſchung erwartet mich auf Elba? Reden Sie! Ich will es wiſſen!
Nun denn, Ew. Majeſtät, ſagte der Graf leiſe und ſchüchtern, der Kaiſer Napoleon iſt Ihnen nicht treu! Während Ew. Majeſtät mit unverbrüchlicher Treue ſeinem Andenken allein leben, vergißt der Kaiſer Ihrer Treue, Ihrer Liebe, und giebt andern Frauen das Recht, an ſeiner Seite zu ſein, an ſeinem Herzen zu ruhen, und die Stelle einzunehmen, welche Ew. Majeſtät allein gebührt.
Marie Louiſe ſtieß einen Schrei aus, und ihre Augen blitzten auf im Zorn. Das iſt nicht wahr, rief ſie ungeſtüm, das iſt eine jammer⸗ volle Verleumdung, mit welcher man mich hintergehen will! Der Kaiſer liebt mich, er erſehnt meine Ankunft, er richtet alle ſeine Wünſche zu mir hin, und denkt an mich in treuer Liebe.
Es iſt möglich, daß er Ew. Majeſtät das geſchrieben hat, und daß ſeine hieſigen Agenten das Ew. Majeſtät verſichert haben, ſagte Graf Neipperg gelaſſen. Aber die Wahrheit lautet anders. Die Wahrheit iſt: daß der Kaiſer Napoleon auf Elba nicht von Einer, ſondern ſchon von drei Damen, welche er ſchon früher ſeiner Aufmerk⸗ ſamkeit und Liebe würdigte, Beſuche empfangen hat.
23*


