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Schreck, und ſein gutes rundes Anlit leuchtet wie ein verklärter Voll⸗ mond. Er nimmt die Hand der Fürſtin, und folgt ihr zu dem Kreis. Mein Gott, wer kann denn der Angekommene ſein?
Und bemerken Sie nur, flüſterte Metternich, wie ſtill es auf ein⸗ mal hier im Salon wird. Jeder ſcheint den Athem anzuhalten und zu horchen.
Aber auf was denn, auf wen denn? fragte die Herzogin von Sagan eifrig. Es muß in der That eine der allerhöchſten Perſonen ſein, aber wie kommt es denn, daß man nicht vor allen Dingen Sie heranruft, Fürſt, und daß man uns—
Laſſen Sie uns ein wenig näher gehen, meine Damen, ſagte Metternich lächelnd, wohnen wir der Präſentation in der Nähe bei, dann werden wir ja ſehen, welcher Potentat und Fürſt hier die Hul⸗ digungen ſeines Hofes empfängt.
Er näherte ſich mit den Damen dieſem glänzenden Kreis von Herren und Damen, der da an der andern Seite des Salons ſich gebildet hatte, und der in wunderbarem, ungewohntem Schweigen ſich verhielt.
In der That, alle Unterhaltung ſchien auf einmal in dieſem von Heiterkeit, Lachen und frohen wechſelnden Menſchenſtimmen durch⸗ rauſchten Salon verſtummt zu ſein. Aller Lippen waren geſchloſſen, aber Aller Mienen ſprachen; ſprachen von Bewunderung, Ehrfurcht und Liebe. Hier und da ſtanden einige mit der Schreibtafel in der Hand, haſtig einige Worte aufzeichnend, und dann mit der Schreib⸗ tafel ſich in den Kreis hinein drängend.
Auf einmal jetzt ward die tiefe Stille durch eine laute männliche Stimme unterbrochen, die haſtig einige Worte ſprach, dann folgte wieder daſſelbe feierliche Schweigen.
Eine merkwürdige Scene in der That, murmelte die Herzogin dyn Sagan, es ſcheint, nur der unbekannte Fürſt hat heute hier das Recht zu ſprechen, und alle Andern müſſen vor ihm verſtummen.
Sehen Sie nur, meine Damen, flüſterte Fürſt Metternich, jetzt wird ſich uns das Räthſel löſen. Der Kreis theilt und öffnet ſich,


