Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 1. Band (1859)
Entstehung
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zuſammenkomme, und ſie lachen und weiſen mit Fingern nach mir hin

und ſingen dazu:Seht, ſeht, in der Wiege war er König, und jetzt iſt er gar nichts mehr! Aber wenn man mir es auch nicht geſagt hätte, ſo wüßte ich es doch, daß ich kein König mehr bin, denn ich habe keine Pagen mehr, und wenn die liebe Quiou nicht wäre, ſo müßt' ich immer allein ſein, un

Auf einmal erhellte ſich das Antlitz des Knaben und ein glühendes Roth übergoß ſeine Wangen. Von draußen ertönten die ſchmetternden Klänge militairiſcher Muſik, mit welchen einige Regimenter ungariſcher Huſaren, vom Exerciren heimkehrend, an dem Schloſſe vorüberzogen.

Der kleine Napoleon flog zum Fenſter hin und ſchaute hinaus, bis der letzte Huſar um die Biegung des Weges verſchwunden war. Dann wandte er ſich wieder den Freunden zu und ein glückliches ſtolzes Lächeln verklärte jetzt ſein Angeſicht.

Es waren die Lanciers meines Papa Kaiſers, ſagte er, in kind⸗ licher Unſchuld die Gegenwart mit der Vergangenheit verwechſelnd. Jetzt, Herr Fürſt, jetzt fällt mir ein, daß ich Ihnen auch noch etwas Schönes zu zeigen habe, rief er heiter. Kommen Sie und ſehen Sie einmal, welche ſchöne Soldaten mir der Herr Erzherzog Carl geſtern gebracht hat.

Und er zog den Fürſten in das andere Zimmer und zu ſeinem Spieltiſch hin. Sehen Sie einmal, rief er eifrig, es ſind Soldaten, die ihre Arme und Beine bewegen, ererciren und manövriren können, als wenn ſie wirkliche Menſchen wären.

In der That, der kleine Prinz hatte Recht, dieſe Soldaten von Holz benahmen ſich, als ob ſie wirkliche Menſchen wären. Es war ein Trupp Cavalleriſten, die auf beweglichen und zuſammenhängenden Klötzen ſtehend, durch einen künſtlichen Mechanismus ſo eingerichtet waren, daß ſie alle militairiſchen Evolutionen ausführen, ſich ausein⸗ ander bewegen, ſich entwickeln und in Colonnen aufſtellen konnten.

Ach, das iſt eine allerliebſte Armee, rief der Fürſt lächelnd, ganz würdig des Feldherrn, der ſie zur Schlacht führen ſoll. Denn nicht wahr, Sie verſtehen ſchon mit Ihrer Armee da zu manövriren?

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