Teil eines Werkes 
4. und letzte Abtheilung, Die Wiener Conferenzen : 1. Band (1859)
Entstehung
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ſind, und die Fäden des großen Netzes in Händen halten, das hier gewebt werden ſoll, um es Deutſchland über die Ohren zu ziehen, und dieſe eigentlichen und mächtigen Congreßmitglieder, welche durch die Hinterthüren in die Conferenzſäle ſchleichen, und durch die Kammer⸗ diener und Kammerkätzchen die Maſchinerie in Bewegung ſetzen, die wird man nicht kennen lernen, und das ſind doch die wichtigſten Ge⸗ ſtalten hier. Sind Sie nicht auch ein heimliches Congreßmitglied? Nur daß Ihr armer König nicht in der Lage war, Ihnen ein Beglau⸗ bigungsſchreiben auszuſtellen, und daß das arme Sachſen Ihnen keine Diäten zahlt? Kommen Sie jetzt, mein Herr, kommen Sie, ich will nach Hauſe. Dieſes wüſte Freudengetümmel fängt an mich zu lang⸗ weilen, der Bratengeruch iſt mir in die Naſe gefahren und hat mich hungrig gemacht. Ich will nach Hauſe und eſſen und ſchlafen, denn ich habe genug von dem Erinnerungsfeſt und dem Wiener Congreß, genug für heute.

Sie ſtand auf und drängte ſich, gefolgt von dem jungen Mann, mühſam durch die Reihen der Sitzenden dahin, dem Ausgang zu.

Aber bevor ſie dieſen noch erreicht hatten, erhoben ſich von den Bänken, die vor und hinter dem Sitz der Beiden ſich befanden, zwei Herren, und eilten gleich ihnen dem Ausgang der Tribüne zu.

Kurz vor demſelben traten ſie zuſammen und grüßten ſich verſtohlen mit einem ſchnellen Wink ihrer Augenlider, dann ſtiegen ſie raſch die zu der Tribüne führende Treppe hinunter.

Eine wundervolle Entdeckung, flüſterte der Eine von ihnen in ita⸗ lieniſcher Sprache.

Ja, ſagte der Andere franzöſiſch, ja, vraiment, wundervoll. Welch ein Glück, daß wir Beide die barbariſche Sprache dieſes Landes verſtehen.

Aber verlieren wir das ſchöne Paar nicht aus den Augen.

Nein, da ſind ſie. Sie winden ſich mühſam durch das Volks⸗ gedränge, um zu ihrem Wagen zu gelangen. Folgen wir ihnen.

Ja, folgen wir ihnen. Ich muß ſehen, wo ſie wohnt und wer der mächtige Herr Fürſt iſt, der ſie protegirt.

Und ich habe mit dem Herrn von Sahla zu reden. Es iſt der

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