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Ich muß nach Paris, rief der Kaiſer jetzt nach augenblicklichem Schweigen. Laßt meinen Wagen heranfahren! Ich will vorwärts!
Sire, ſagte Belliard feierlich, es iſt für Ew. Majeſtät nicht mehr möglich, nach Paris zu gelangen. Ew. Majeſtät laufen Gefahr, auf dem Wege nach Paris und in Paris den verbündeten Vortruppen in die Hände zu fallen. Und wäre Ew. Majeſtät ſelbſt in Paris, ſo würde auch das vergeblich ſein. Die Feinde haben alle Höhen um Paris beſetzt, und ſie können die Stadt mit Bomben und Granaten anzünden, ohne daß Mortier und Marmont mit ihren geſchwächten und erſchöpften Truppen es verhindern können. Sire, es iſt Alles verloren, es iſt keine Ausſicht mehr, die auf eins günſtige Wendung der Dinge hoffen läßt.
Nach Paris! Ich will nach Paris! rief der Kaiſer. Sie ſagen, ich kann nicht mehr nach Paris hinein. Nun wohl, ſo werde ich die Truppen der Marſchälle Marmont und Mortier zuſammennehmen, ſie nach Paris führen, und während die Verbündeten ihren Einzug halten, über ihre längs der Boulevards aufgeſtellten Reihen herfallen, und den Kampf auf's Neue beginnen.
Sire, ſagte Belliard ſchmerzlich, es iſt zu ſpät, die Marſchälle haben eingewilligt, Paris zu übergeben; nur unter dieſer Bedingung haben ſie für unſere Truppen freien Abzug erhalten. Der Vertrag darf nicht gebrochen werden!
Was kümmern mich die Verträge der verrätheriſchen Marſchälle, rief der Kaiſer, mit dem Fuß ſtampfend, mein Wille allein iſt hier Geſetz und Befehl, und mein Wille iſt, daß die Truppen umkehren und mir nach Paris hin folgen. Sagen Sie, Hulin, wandte der Kaiſer ſich an den General und Commandanten von Paris, der eben zu ihm getreten war, ſind Sie nicht meiner Meinung? Die Truppen
müſſen nach Paris umkehren?
Nein, Sire, ſagte General Hulin ſeufzend, der Vertrag iſt bereits abgeſchloſſen, und er erlaubt den Truppen nicht, unter irgend einem
Vorwand nach Paris zurückzukehren. Sind auch Sie der Meinung? fragte Napoleon, ſich an den General


