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die Herren der Welt ſind, die uns Andere alle in den Staub treten können!
In La Villette fand Blücher die Herren ſeines Generalſtabes und ritt, Gneiſenau und Müffling neben ſich und gefolgt von den übrigen Officieren, zu der Höhe des Montmartre hinauf.
Es war ein ſchöner, heiterer Frühlingsabend. Die Sonne war untergegangen und das verglimmende Abendroth vergoldete die flat⸗ ternden Wolken, die langſam an dem blauen Himmel dahin zogen, mit einem glänzenden Schein. Tiefe Stille herrſchte ringsum, und dieſe Stille machte nach dem Donner, mit welchem die krachenden Geſchütze den ganzen Tag die Luft erfüllt hatten, einen wunderbar feierlichen Eindruck. Anfangs waren die Herren, lebhaft ſich mit einander be⸗ ſprechend und über die Begebenheiten des heutigen Schlachttages ſich unterhaltend, dahin geritten, aber nach und nach verſtummte das Ge⸗ ſpräch, die feierliche Stille des Abends, das große Ereigniß, das man heute durchlebt hatte, machte einen überwältigenden Eindruck auf alle Gemüther, und auch Blücher fühlte ſich davon hingeriſſen.
Jetzt hatte man die Höhe des Montmartre erreicht. Dort unten im Thal, da leg ſie, die große Weltſtadt, die gewaltige Stadt, welche ſeit vielen Jahrhunderten keinen erobernden Feind vor ihren Mauern geſehen— da lag Paris, das ſo lange gefürchtete, das jetzt endlich beſiegte Paris. Stolz und machtvoll ſah man die Thürme von Notre⸗ dame, von Geneviéve, die große Kuppel vom Invalidendome und alle die ſchönen unzähligen Thürme der andern Kirchen emporſteigen, deutlich konnte man die ungeheure Steinmaſſe der Tuilerien, des Louvre und des Palais Royal erkennen, und alle die Paläſte und Häuſer der mächtigen Stadt, aus der ſeit zwanzig Jahren der Imperator dem zitternden Europa ſeine Geſetze gegeben.
Und jetzt war dieſe Stadt beſiegt, und von der Höhe des Mont⸗ martre ſchauten die Generäle, welche ſie beſiegen halfen, zu ihr nieder. Es waren preußiſche Generäle, welche ſieben Jahre lang das Elend und die Demüthigung ihres Landes mit zornigem Herzen, aber muth⸗ voll und männlich ertragen, welche ihren Schmerz in ſich hinein gefreſſen und ihren Gram verſchluckt hatten,— dieſer Augenblick, dieſes erſte


