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ich ihm ſagen, was geſchehen wird! Hurrah! Es geht los! Runter muß er!—
Und wie Blücher es beſchloſſen, ſo geſchah es. Geräuſchlos und ganz in der Stille wurden alle Vorbereitungen getroffen, und während der Feldmarſchall fortfuhr laut zu ſchelten und zu brummen über die Winterruhe und über das Unglück, den ganzen Winter„auf der Bären⸗ haut“ liegen zu ſollen, handelte General Gneiſenau in ſeines Feldherrn Namen in der Stille. Die in Frankfurt und am Rhein überall ver⸗ breiteten Spione Napoleons hörten nur das laute Schelten Blüchers, aber ſahen nicht das leiſe Wirken Gneiſenau's.
Am ſechsundzwanzigſten December wurden die Anführer der ver⸗ ſchiedenen Heertheile des großen ſchleſiſchen Heeres ganz im Geheimen benachrichtigt und mit den nöthigen Ordres verſehen.
Am einunddreißigſten December ſtand das ganze ſchleſiſche Heer am Ufer des Rheins bereit zum Uebergang. An drei verſchiedenen Orten, bei Mannheim, bei Caub und bei Coblenz ſollte dieſer Ueber⸗ gang bewirkt werden.
Und endlich war dieſe heilige, bedeutungsreiche Stunde gekommen, endlich jetzt war die Sylveſterſtunde da!
Es war eine wundervolle klare Winternacht, der tiefdunkle Himmel mit Sternen überſäet, die Luft kalt und rein. Auf der Erde ruhte Dunkel und Schweigen. Niemand ſah die ſchwarzen Colonnen, die dem Rhein ſich zuwälzten. Die Sterne allein ſahen es, die Franzoſen da drüben ſchliefen in ſorgloſer Ruhe, ſie ſahen nicht den Feldmarſchall Blücher, der da bei Caub am Ufer des Rheines hoch zu Roß hielt, ſeinem Gneiſenau zur Seite, und mit angehaltenem Athem auf Etwas zu lauſchen ſchien.
Auf einmal ward die tiefe, feierliche Stille durch das Anſchlagen einer Thurmuhr unterbrochen, dann begann wieder eine Uhr zu ſchlagen, und wieder eine, und wie ein verhallendes Echo klang es den ganzen Rhein hinunter in allen Städten und in allen Dörfern, das Tönen der Thurmuhren, welche der Welt verkündeten, daß ein altes Jahr zu Ende gegangen, daß eben ein neues begann!


