rauchen geben. Aber etliche doch noch, und deshalb wollt' ich Ew.
5
39
Aber ich laß es mir nicht nehmen, ihn zu feiern, Excellenz! rief Chriſtian. Das wäre noch ſchöner, wenn ich meinem Marſchall Vor⸗ wärts nicht ſollte zu ſeinem Geburtstag gratuliren. Hurrah! Es lebe mein Feldmarſchall! Und der liebe Gott laß ihn uns noch lange leben, damit wir den Bonaparte in Paris einfangen, denn wenn der Mar⸗ ſchall Vorwärts das nicht thut, dann ſo thut es Keiner!
Ja, wenn ſie mich nur dazu kommen ließen! rief Blücher, mit der Hand auf den Tiſch ſchlagend; aber ſie thun's nicht, nein, ſie thun's nicht! Hier ſitz' ich nu wie'n Mops in'n Tiſchkaſten, und bell und bell, und draußen ſteht der Bonaparte, und ich kann blos kleffen und ihm nichts anhaben, denn ſie laſſen mich nicht raus aus dem Tiſchkaſten!
Werden Ew. Excellenz ſchon noch'raus laſſen müſſen, ſagte Hennemann gelaſſen, und bis dahin wird's nicht mehr viel Pfeifen zu
Ercellenz bitten, daß Sie ſo gut wären, und bis dahin aus dieſer Pfeife rauchten.
Er zog ſeine rechte Hand, die er bisher immer noch auf dem Rücken gehalten hatte, hervor, und mit derſelben eine kurze Pfeife, zierlich umwunden mit roſa Bändern, von denen eine Schleife mit langen Enden herniederhing.
Herr Feldmarſchall, ſagte Chriſtian feierlich, ich erlaube mir Ew. Excellenz zum Dank für alles Gute, was Sie an mir armen Bengel gethan, und dafür, daß Sie aus mir dummen Bauernjungen'n Pipen⸗ meiſter von'n berühmten Blücher gemacht haben, dieſen Stummel zu überreichen.
Und mit einem zierlichen Kratzfuß überreichte er dem Feldmarſchall die Pfeife. Dieſer nahm ſie lächelnd an, und war im Begriff etwas zu erwiedern, aber Chriſtian fuhr mit erhöheter Stimme fort: Aber Ercellenz müſſen nicht denken, daß dies'n Stummel iſt wie alle Stummel. Zuerſt iſt es kein Stummel von'ner Thonpfeife.
Nein, ſagte Blücher, die Pfeife betrachtend, das kleine Rohr iſt von Holz, und ich glaub' wahrhaftig, mit Silber beſchlagen, und der


