Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 3. Band (1859)
Entstehung
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gar damit beſchäftigt, die Pfeife des Generals gehörig in Brand zu erhalten.

Blücher und Gneiſenau indeß blickten jetzt mit ſpähendem Auge hinüber nach der Seite des franzöſiſchen Lagers.

Aber von dieſem Lager war nirgends mehr etwas zu ſehen; jetzt war es keinem Zweifel mehr unterlegen, Napoleon hatte ſeinen Rück⸗ zug angetreten, er hatte die Nacht dazu benutzt, um die Trümmer ſeiner Armee nach Leipzig hinzuziehen, damit ſie die Saale noch ungefährdet paſſiren könnten.

Blücher ſtieß einen lauten Freudenſchrei aus. Er retirirt! Hur⸗ rah! Er retirirt! rief er jubelnd. Gneiſenau, hab' ich nun Recht?

Ja, General, Sie haben Recht! Sie haben mit Ihrem Feldherrn⸗ genie beſſer als wir Alle den Gedanken Napoleons errathen, und Dank Ihren weiſen Anordnungen wird er Langeron und Sacken vor den Thoren von Leipzig, und York an der Saale finden.

Mein Lieber, er wird uns auch noch'n bischen finden, rief Blücher vergnügt. Wir ſind noch lange nicht fertig; den Napoleon, den kenn' ich. Sie denken wohl, der hat Leipzig blos als Etappenſtraße benutzt? Na, dann kennen Sie ihn ſchlecht. Der giebt keinen Schritt breit nach, wenn er nicht muß. Mit dem Kampf um Leipzig will er den Rückzug ſeiner Armee decken, und ich ſag's Euch, Gneiſenau, es wird da noch tüchtig zu thun geben. Vorwärts nun! Vorwärts!

Ja, vorwärts! rief Gneiſenau. Wir müſſen Couriere ſchicken an alle Befehlshaber, und ihnen die frohe Botſchaft mittheilen. Alle müſſen heraneilen, um Leipzig dem Feinde zu entreißen!

Ja, nun geht's zum Sturm, zum letzten Sturm, jubelte Blücher, und dieſer Sturm ſoll den Bonaparte wie'n Bund Flicken über den Rhein nach Frankreich zurückpuſten! Na nu, vorwärts! He, Pipen⸗ meiſter, jetzt meine Pfeife! Es geht los!

Um zehn Uhr Vormittags begannen rings um Leipzig die Kano⸗ nen auf's Neue zu donnern. Auf allen Seiten ward die Stadt von den Armeen der Verbündeten angegriffen; im Süden ſtand der Ober⸗ feldherr Fürſt Schwarzenberg mit der öſterreichiſchen Armee, im Oſten