Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 3. Band (1859)
Entstehung
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die ſich von ihm die Ehre ausgebeten, ihn in den Büffetſaal geleiten zu dürfen.

Der Kaiſer und der König waren wieder in das Audienzzimmer zurückgetreten. Friedrich Wilhelms Stirn war düſter und umwölkt, und noch ernſter und einſylbiger als ſonſt zog er ſich in den Hinter⸗ grund des Zimmers zurück, nur dann und wann einige flüchtige, raſche Worte an den Feldmarſchall Kalkreuth richtend, der neben ihm ſtand.

Alexanders Antlitz war heiter und freundlich, und ein mildes Lächeln umſpielte ſeine Lippen, während er ſich lebhaft mit dem General von Scharnhorſt unterhielt.

Es iſt alſo, wie Sie ſagen, auch Stein's Meinung? fragte Alex⸗ ander jetzt gedankenvoll. Auch Er iſt der Anſicht, daß General Blücher den Vorzug verdient?

Ja, Sire, ſagte Scharnhorſt lebhaft, es iſt die Meinung des Mi⸗ niſters vom Stein, und ich darf hinzufügen, die Meinung und Ueber⸗ zeugung jedes Preußen, der es wahrhaft aufrichtig mit der Zukunft Preußens meint, und dem das Glück und die Größe des Vaterlandes am Herzen liegt. Sire, die Zauderer und Zweifler, die Alles aus⸗ gleichen und vermitteln möchten, die jetzt noch von Verſöhnung mit Frankreich träumen, die jetzt noch der Anſicht ſind, daß die Feder aus⸗ gleichen und verſöhnen und den Knoten mit zierlichen Händen löſen ſoll, ſtatt daß das Schwert ihn voneinander haut und vernichtet, dieſe Zauderer und Zweifler, dieſe feigen und verzagten Herzen, das ſind die eigentlichen Feinde unſerer Sache, und bei Gott, ſchlimmere und gefährlichere Feinde, als Napoleon mit allen ſeinen Armeen. Denn ſie drücken unſern Muth nieder, ſie lähmen unſern Arm, und wollen unſere Begeiſterung dämpfen. Ohne ſie wäre der König, der in ſeiner Beſcheidenheit gar nicht weiß, welch eine feurige Seele, welch ein großes Herz in ihm wohnt, und welch ein kühner und kluger Mann er iſt, ohne ſie wäre der König längſt ſchon entſchloſſen vorwärts ge⸗ gangen, und hätte, wie es ſein Herz begehrte, ſchon lange Ew. Majeſtät die Hand zum Bündniß gereicht. Aber der König iſt leider ſo be⸗ ſcheiden, daß er ſich ſelber mißtraut, und ſeine eigene Meinung der ſeiner alten, und wie Er meint, längſt erprobten und treuen Rathgeber