au mal den des tet den
391
na, es iſt gut, wenn ſie mich nicht mitſchicken wollen als commandi⸗ renden General, ſo gehe ich als Gemeiner mit. Denn dabei ſein muß ich nun einmal, wenn mit dem Bonaparte der Kehraus getanzt wird, und wenn ich nicht der Vortänzer ſein kann, na ſo werd' ich einer von den aufſpielenden Muſikanten ſein,'s iſt auch ganz gut! Na, nu kommt, ich bin fertig und bereit! Heda, Chriſtian, der Wagen ſoll vorfahren!
IV. Der Vall im Rathhausſaal zu Breslau.
Der große Rathhausſaal in Breslau bot heute einen außerordent⸗ lich feſtlichen und glänzenden Anblick dar. Die Wände waren geſchmack⸗ voll decorirt mit Blumengewinden und Fahnen, welche bald die ruſſi⸗ ſchen, bald die preußiſchen Farben zeigten, dazwiſchen ſah man den preußiſchen Adler und den ruſſiſchen Doppeladler in reichvergoldeten Medaillons, und umſtrahlt von Kerzen, angebracht. Von der Decke hernieder hingen drei ungeheure Kronleuchter, jeder geſchmückt mit fünfzig großen Wachelichtern, die eine Fülle von Licht durch den ganzen Saal verbreiteten, und ſich hundertfach wiederſpiegelten in den Kugeln und Berlocken von Bergeryſtall. Auf der, an der oberen Hälfte der einen Saalwand angebrachten Gallerie, die herrlich decorirt war mit Laubgewinden und preußiſchen und ruſſiſchen Fahnen, ſaß ein Corps von fünfzig Muſici und ließ ſchmetternde Grüße hinabrollen in den Saal, in welchem im bunteſten Gewühl die glänzende Geſellſchaft, welche der Magiſtrat geladen, auf⸗ und abwogte; die Damen in der prachtvollſten Toilette, im reichen Schmuck der Edel⸗ ſteine und Brillanten, der Blumen und Spitzen, die Herren in der Pracht ihrer goldgeſtickten Uniformen, die Bruſt decorirt mit Ordens⸗ kreuzen; dazwiſchen aber auch ſah man die dunklen Geſtalten der


