Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 3. Band (1859)
Entstehung
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ſagte Blücher ſchwermüthig. Male, pack ein, wir wollen nach Kunzen⸗ dorf zurückkehren.

Aber noch iſt der Feldmarſchall Kalkreuth doch nicht gewählt worden, ſagte Scharnhorſt lächelnd, noch haben, wie ich glaube, ſeine beiden Mitaſpiranten eben ſo viel, wenn nicht mehr Ausſichten, als er.

Es iſt wahr, ich vergaß den Zweiten, brummte Blücher. Wer iſt denn das?

Das iſt der General⸗Lieutenant Graf von Tauentzien, für den ſich der Kaiſer Alexander ganz beſonders intereſſirt.

Natürlich, ſagte Blücher höhniſch, er iſt ein Graf, hat ſo hübſche geleckte Hofmannsmanieren, verſteht es auch, den Fürſten zu ſchmeicheln, und gerade nur das zu ſagen, was ihnen angenehm und recht iſt. Aber nu müſſen Sie's ſelbſt ſagen, Scharnhorſt, daß es am Beſten iſt, wenn ich nur gleich abſegle nach Kunzendorf, und daß ich gar keine Hoffnungen habe, gar keine! Die beiden Herren, der König und der Kaiſer, die haben doch allein zu wählen, nicht wahr?

Ja wohl, die haben allein zu wählen.

Na, und Jeder von ihnen hat ſeinen Mann, für den er ſpricht, und den er gewählt wünſcht. Der Kaiſer hat den Grafen Tauentzien, der König hat den Feldmarſchall Kalkreuth. Wer alſo ſoll da an mich denken und für mich ſprechen?

Für Sie, General, wird Ihr Ruhm ſprechen, ſagte Scharnhorſt innig, für Sie wird die Liebe ſprechen, welche jeder Soldat für Sie hegt, und endlich, General, werden Sie ſelber für ſich ſprechen durch Ihre herrliche und prächtige Erſcheinung, durch Ihr feſtes, zuverſicht⸗ liches Weſen, durch Ihre Energie und Kraft, die nichts zurückhält und nichts verſchweigt. Kommen Sie, General, laſſen Sie uns jetzt eilen, auf den Ball zu kommen, und hören Sie, Freund, legen Sie ſich da keinen Zwang an, laſſen Sie Ihrem Mißmuth freien Lauf, ſagen Sie es frank und frei Jedermann, daß Sie unzufrieden ſind, daß Sie glühend wünſchen, zum commandirenden General gewählt zu werden, und daß es Ihnen als ein großes Unglück erſcheinen würde, wenn man Ihnen einen Andern vorzöge.

Aber, lieber General, rief Frau von Blücher erſchrocken, wie können

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