Teil eines Werkes 
3. Abtheilung, Napoleon und Fürst Blücher : 2. Band (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ihr Vater erſtant. d die ganze Welt terlandsliebe und und Glick! Und Ugemeinen lbel, es ſtößt mir das

ter mit zitternder en, während alle den Kampf ziehen? ich muß umher⸗ Rache holen für al durch ein paar Krüppel umher mn ich das er⸗ Du ein Mädchen! te nich nicht, weil den hochhetzigen denthaten, die ſie todeskühne Vater⸗ iel gegeben, und en iſt zur Er⸗

n Saragoſſa auch Tyrol Weibet und en?

r das waren auch

uer in den Adern, tem Vaterlnd. ſein, un fuige Sonne iſt es nicht, nd auch unter dem

or ſie mit ihr Vatet, ſien

311

Vater, ſagte ſie, ihre Hände auf ihre Bruſt preſſend, es brennt da drin wie Feuer, und zuweilen, wenn ich höre, wie Alles zu den Fahnen ruft, wie die Waffen klirren, und das Jauchzen der Kampfesluſt wie ein reißender Strom durch das ganze Land hinzieht, dann meine ich, das Feuer, das da in meinen Adern brennt, müßte mir in hellen Flammen aus dem Herzen und aus dem Kopf herausſchlagen, und ich müßte damit die ganze Welt in Brand ſtecken. Ich bin zwar keine Spanierin, aber ich bin eine Preußin, eine Deutſche!

Ach, ich wollt' lieber, Du wärſt ein Preuße, ein Deutſcher! ſeufzte ihr Vater kopfſchüttelnd. Wenn Du ein Knabe wärſt, wahrhaftig, ich meine, Du würdeſt Dich gar ſtattlich ausnehmen in den Reihen der Freiwilligen, und ſie würden den jungen Soldaten von achtzehn Jahren nicht zurückweiſen können.

Meine Figur iſt ſtattlich, wenn ich auch nur ein Mädchen bin, rief Leonore mit blitzenden Augen; ich habe unter den Freiwilligen, die geſtern abmarſchirten, viel kleinere und ſchmächtigere Soldaten geſehen, als ich es bin.

Aber ſie hatten jedenfalls kürzeres Haar, und eine ſtärkere Stimme, als Du, lachte ihr Vater.

Oh, das Haar läßt ſich abſchneiden, ſagte ſie raſch, und was die Stimme anbetrifft, ſo hat der Schneider Kalbaum, der auch mit den Freiwilligen fortgezogen iſt, auch keine ſtärkere Stimme, als ich, und ſie haben ihn doch angenommen. Auch—

Still, unterbrach ſie der Vater raſch, ich höre die Mutter kommen! Sprich nicht ſolche Sachen, wenn ſie da iſt. Es würd' ſie ängſtigen und traurig machen! Kühne Gedanken muß man in ſeinem Herzen verſchließen, denn wenn man davon ſpricht, ſieht's aus wie Groß⸗ ſprecherei; nur von kühnen Thaten darf man reden, und die darf man der Welt geſtehen! Merk' Dir das, meine Tochter, und gieb mir einen Kuß!

Leonore eilte zu ihrem Vater hin, und ihn mit ihren beiden Armen umſchlingend, drückte ſie einen glühenden Kuß auf die Lippen des alten Invaliden.

Vater, flüſterte ſie leiſe, ich glaube, Du verſtehſt mich, und Du kannſt in meinen Gedanken leſen!