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3 über den Fluß, und dann fährt er alſo fort:„Den folgenden Tag, Lh 2
den neunundzwanzigſten November, blieben wir auf dem Schlachtfelde. den S Wir hatten zwiſchen zwei Straßen zu wählen: der Straße von Minsk ſüu 6u
und der von Wilna. Die von Minsk geht mitten durch einen Wald ſuun
und uncultivirte Moräſte; die von Wilna hingegen geht durch ſehr ficten u gutes Land. Die Armee, ohne Kavallerie, ſchwach an Munition und beret, ſ
ſ furchtbar erſchöpft durch einen fünfzigtägigen Marſch, führte ihre ihre loße
Kranken und Verwundeten mit ſich und hatte das Bevürfniß, zu ihren n,
3 Magazinen zu gelangen.“ ueulic
1 Das heißt, rief Blücher, ſie verhungerten faſt und fielen, da ſie, Heſit eine
wie er ſagt, furchtbar erſchöpft waren vom fünfzigtägigen Marſch, daraus vir
wie die Fliegen um. Oh, es iſt wahr, der Herr Napoleon iſt ſehr den. Die
einſylbig in ſeiner Schilderung, aber wer es verſteht, zwiſchen den Officierdie
Zeilen zu leſen, der ſieht doch all den Jammer und all das Elend König von
dazwiſchen hervorleuchten. Leſen Sie weiter, lieber Scharnhorſt, leſen Sie. dieſen Bew
Scharnhorſt las:„Wenn man zugeben muß, daß die Armee nöthig jeſtit des
hat, ihre Disciplin wieder herzuſtellen, ſich von den langen Beſchwerden Das
zu erholen, ihre Kavallerie, Artillerie und ihr Material zu remontiren, pört. Se
ſo iſt das nur das natürliche Reſultat deſſen, was wir ſo eben dar⸗ Vel, als
gelegt haben. Die Ruhe iſt jetzt das erſte Bedürfniß der Armee.
mals beſe Der Train und die Pferde kommen ſchon an, die Artillerie hat ihren
von Menſ
Verluſt erſetzt, aber die Generäle, Officiere und Soldaten haben viel ſein
von Beſchwerden und Mangel gelitten. Viele haben wegen des Ver⸗ m ihn
luſtes ihrer Pferde ihre Bagage verloren, Andere durch den Hinterhalt tmn uß
der Koſacken. Die Koſacken haben eine Menge einzelner Perſonen ge⸗ ſih nit
fangen, Ingenieure, Geographen und verwundete Officiere, die ohne nch ml
Vorſicht marſchirten und ſich lieber der Gefahr Preis gaben, als ruhig p gu te
in den Convoi's zu marſchiren.“ 6 4 Und Ihn haben die Koſacken verſchont! rief Blücher ungeduldig. Get hut
Ihn haben ſie nicht gefangen genommen. Was macht Er denn, daß des Eu
die lieben Koſacken ihn nicht kriegen können? Sagen Sie, Scharnhorſt, gu es iſt alſo in dem Bulletin da gar nicht mehr wie ſonſt von den un⸗ Gut
geheuerlichen Heldenthaten des großen Kaiſers die Rede? Er lobt ſich 6.
ſelber gar nicht mehr ſo wie ſonſt? 3
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