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nach dem Garten hinaus. Alſo weiß ſie noch gar nichts, und wie wird ſie ſich freuen! Still jetzt!
Er ſchlich leiſe an die Thür und klopfte. Male, ſagte er, biſt Du drin und kann ich kommen?
Ja, gewiß bin ich drin, rief die Stimme der Generalin, und Du weißt wohl, daß ich Dich ſchon ſeit zwei Stunden erwarte. Tritt ein!
Ich bringe Beſuch mit, Male, ich darf doch? fragte Blücher, ohne noch die Thür zu öffnen.
Beſuch? fragte die Generalin, indem ſie die Thür öffnete. Der General von Scharnhorſt! rief ſie dann, freudig zu dem General hin⸗ eilend und ihm ihre beiden Hände darreichend. Willkommen, will⸗ kommen, Herr General, und das Schickſal möge Sie belohnen für den prächtigen Einfall, daß Sie mich alte Frau und meinen jungen Mann in unſerer Wintereinſamkeit aufſuchen. Kommen Sie, General, erzeigen Sie meinem Zimmer die Ehre, es zu betreten.
Sie nahm den Arm des Generals und zog ihn vorwärts in ihr Gemach. Blücher folgte, indem er ſich lächelnd den langen weißen Schnurrbart durch die Finger ſtrich.
Scharnhorſt, ſagte er, ich will Ihnen doch'n guten Rath geben. Machen Sie meiner Frau nicht allzu ſehr den Hof, denn ſie hat Recht, ich bin noch'n junger Mann, und mein Herz iſt noch ſo jung, daß es eiferſüchtig werden könnt', und das wär' doch eine ſchlimme Geſchicht', wenn ich auf den Scharnhorſt eiferſüchtig werden ſollt'! Müßte mich dann mit ihm duelliren, und Einer von uns müßt' ſterben, und doch hat uns der liebe Gott dazu beſtimmt, Preußen zu befreien und den verhaßten Bonaparte aus Deutſchland fortzujagen.
Sehen Sie nur, Frau Generalin, welch ein ſchlauer und eigen⸗ ſinniger Intriguant er iſt! rief Scharnhorſt. Benutzt meine grenzen⸗ loſe Verehrung für Sie, um ſich daraus einen Stab zu machen, mit dem er in ſein Lieblingsfeld, die Politik, einwandert. Denken Sie, Generalin, der Barbar meint, es ſei ganz unmöglich, daß ich blos aus zärtlicher Freundſchaft hierher komme, und will durchaus behaupten, daß es die leidige Politik iſt, die mich hergeführt!
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