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Friedrich Wilhelm blickt zu ihr nieder, thränenlos. Die Qual, die ſie erduldet, hat ſein Herz erſtarrt, vernichtet, das Stöhnen und Röcheln⸗ das aus ihrer Bruſt hervorquillt, es hallt vor ſeinen Ohren wie dumpfes
Trommelwirbeln, das ihn, den Verurtheilten, zum Tode führt. Herr Jeſus, mach' es kurz mit mir!*) ſchreit die Königin mit einem letzten Aufſchrei des Schmerzes, und ihr Haupt ſinkt feſter in die Arme der Frau von Berg. Dann dehnt ſich die Geſtalt, dann ſchweigt das Aechzen,— nun noch ein Seufzer, ein langer zitternder Seufzer.— 1 Die Uhr ſchlägt langſam die neunte Stunde an.—
Stille, heilige Stille herrſcht rings umher.—
Die Königin iſt todt!
———— *) Der Königin letzte Worte.


