nigin war noch ille der Nacht, m Bette ſaß,
Todtenwurm! erzen ſitzt und er nicht mehr,
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bei mir, mein
Eilboten
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ulichſen
749 Liebe, der innigſten Sehnſucht, die der König an ſie richtete. Welch ein Brief! rief ſie. Wie glücklich iſt, wer ſolche Briefe empfängt!*)
Und ſie küßte das Papier und legte es dann auf ihr Herz. ſoll es bleiben, und es wird mich beſſer heilen, als alle Ihre Medi⸗ cinen, Doctor. Wenn nur der Bruſtkrampf nicht wäre. Der böſe Bruſtkrampf! Wenn er mich überfällt, denke ich immer, mein Ende
Da
iſt nahe
Doctor Heim antwortete nicht; er wandte ſich ab, verordnete kühlende Tränke und lindernde Mittel. Helfen konnte Niemand, als Gott allein!
Und Gott wollte nicht helfen.
Immer häufiger wurden die Bruſtbeklemmungen, immer angſtvoller rief die Königin: Luft! Luft! Ich ſterbe!— Immer angſtvoller rief ſie nach ihrem Gemahl und ihren Kindern.
Doctor, muß ich denn ſterben? Soll ich dem König und meinen Kindern entriſſen werden?
Der Doctor antwortete nichts.
Mein Gott, ich bin noch ſo jung! ächzte die Königin. Das Leben hat mir noch ſo Vieles zu erfüllen, was es mir verſprochen hat, ich habe ſo viele Thränen vergoſſen, ſo viel Unglück erlebt! Muß ich denn ſterben, ehe ich das Glück wieder genoſſen! Ach,— da kommt ſchon wieder der fürchterliche Bruſtkrampf! Oh, oh, Doctor! Helfen Sie mir!— Ach, mir hilft nichts mehr, als der Tod!**)
Es war in der Nacht vom achtzehnten auf den neunzehnten Juli, als die Königin ſo zu ihren Aerzten klagte. Eine dunkle, ſtürmiſche Gewitternacht. Die hohen Bäume im Garten von Hohenzieritz rauſch⸗ ten ſo dumpf und ſchauerlich. Das Schloß war ſo öde und ſtill,— nur leiſes Aechzen und Wimmern durchtönte das Schloß,—„der Tod wohnt in dem Schloß!“
Der Morgen dämmerte, da rollte ein Wagen in den Schloßhof.
*) Der Königin eigene Worte. **) Der Königin eigene Worte. Siehe: Königin Loniſens letzte Lebens⸗ tage. Seite 20.


