Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Napoleon und Königin Louise;; 4. Band (1859)
Entstehung
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die Zukunft,

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Der König ſah ſie lange und innig an. Daß Du biſt, das iſt mein ſchönſter Dank, ſagte er, daß ich Dich habe, iſt mein höchſtes Glück. Hab' heut immer an ein Lied vom alten guten Claudius denken müſſen, das ganz ausdrückt, was ich fühle, und das mir heut immer im Herzen klingt und tönt.

Wie heißt das Lied? fragte die Königin.

Friedrich Wilhelm legte ſeine Hand wie ſegnend auf ihr Haupt, und indem er ſeine Augen zum Himmel empor hob, ſagte er laut:

Ich danke Dir mein Wohl, mein Glück in dieſem Leben, Ich war wohl klug, daß ich Dich fand;

Doch ich fand nicht, Gott hat Dich mir gegeben,

So ſegnet keines Menſchen Hand!

In die Beimath.

Der lang erſehnte glückliche Tag, der fünfundzwanzigſte Juni, war endlich gekommen. Heute ſollte die Königin endlich ihren Wunſch erreichen und in die Heimath reiſen, in das geliebte Vaterhaus zu Neu⸗ ſtrelitz. In wenigen Tagen wollte ihr der König, den die Staatsge⸗ ſchäfte noch in Berlin zurückhielten, nach Neuſtrelitz nachfolgen, um mit ihr und ihrer Familie nach dem herzoglichen Luſtſchloß Hohenzieritz zu gehen und von dort nach Berlin zurückzukehren.

Wie hatte die Königin dieſen Tag erſehnt, wie innig ſich der Reiſe in die Heimath gefreut. Selbſt der Abſchied von ihren geliebten Kindern, von ihrem Gemahl trübte nicht den Sonnenglanz, der heute von ihrem ſchönen Antlitz ſtrahlte. Sie ſollte die Kinder ja nur wenige Tage miſſen, den Gemahl noch früher wiederſehen, ſie durfte es ſich wohl geſtatten, auf einige Tage ihr ganzes Herz der Freude hinzugeben, daß ſie ihren Vater, ihre Geſchwiſter wiederſehen, daß ſie heimkehren ſollte in das Vaterhaus, in die Heimath.