Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Napoleon und Königin Louise;; 4. Band (1859)
Entstehung
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ſierliche leine unte Sehne.

dabei mit z⸗ ch ohne Erbar⸗ geſtohlen haſt,

et kleinen Figur

e kleine Schaar.

Marianne, in⸗

nſter zuſammen⸗ zwingend, rief

ich werde Dich

Wien fort⸗ or Dir haben en in unſem e Soldaten u biſt ein ganz ſchieße ich Dich

d keine Kaiſer

der Geſchwiſter

herzogin Marie el nun an dem ten vermögen⸗

en kleinen Erz⸗ Ambriſt

weſter, rief Lo⸗ lege ich uf Rache nehmen ſ gekommen,

falte Deine Hände und bete, wenn Du beten kannſt! Aber Du kannſt nicht beten, denn Du haſt ein von Sünden und Verbrechen beſchwertes Gewiſſen, Du kannſt nicht beten, denn Du haſt Dich freventlich ver⸗ gangen an Gott, da Du ſeinen Stellvertreter auf Erden, den heiligen Vater zu Rom, gemißhandelt, verhöhnt haſt, und ihn als Gefangenen bewachen und herumſchleppen läßt. Dafür aber hat Dich der heilige Vater nun auch in den Bann gethan und Du biſt verflucht und der Hölle überliefert, und jeder ehrliche Chriſt wendet ſich von dem Ver⸗ brecher, den der Bannſtrahl des Papſtes getroffen hat. Ohne Beichte und Abſolution ſollſt Du jetzt ſterben, und in Deinen Sünden ſollſt Du dahin fahren!

Sie drückte den Pfeil ab, aber gleich denen ihrer kleinen Ge⸗ ſchwiſter prallte er an der ehernen Figur ab und fiel vor ihr nieder.

Die kleinen Erzherzoginnen und Prinzen, die bei den Verwün⸗ ſchungen ihrer Schweſter ein ganz ernſthaftes und beklommenes Geſicht gemacht, fühlten ſich jetzt wie von einer drückenden Laſt befreit und brachen in ein um ſo friſcheres und fröhlicheres Gelächter aus.

Jetzt iſt die Reihe an mir, rief Marie Louiſe, und indem ſie die Armbruſt nahm, richtete ſie ihre großen blauen Augen mit dem Aus⸗ druck tiefſter Verachtung auf die Figur hin. Du mußt ſterben, ſagte ſie ernſt, ja, ſterben mußt Du, Bonaparte, ich will die Welt befreien von Dir, denn Du biſt wie der Minotaur, der alle Tage ein Men⸗ ſchenopfer zum Frühſtück haben mußte. Du verſchlingſt Menſchen und Länder, und das Wehegeſchrei der Völker dünkt Deinen Ohren Muſik. Du mußt auch ſterben, weil Du ſo abſcheulich häßlich und widerlich ausſchaueſt. Gott hat Dich gezeichnet und Dir eine Mißgeſtalt ge⸗ geben, weil auch Deine Seele mißgeſtaltet iſt. Ich will Dich alſo tödten, Du Kobold, Du Ungehener, damit die Augen der Menſchen kein Aergerniß mehr an Dir haben.

Sie legte den Pfeil auf die Sehne und ſchoß.

Ein einziger ungeheurer Schrei ertönte.— Der Pfeil ſaß in der Figur feſt. Marie Louiſe hatte den Bonaparte getroffen.

Hurrah, die Erzherzogin Marie Louiſe iſt die Siegerin! ſchrieen