Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Napoleon und Königin Louise;; 3. Band (1859)
Entstehung
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Contribution von einmalhundert und vierzig Millionen Thaler zu zahlen/ und außerdem noch eine franzöſiſche Armee von vierzigtauſend Mann zu ernähren. Ew. Majeſtät ſollten großmüthig ſein, und meinem armen Bundesgenoſſen wenigſtens den Schein der Selbſtſtändigkeit verleihen, indem Sie die franzöſiſche Oecupation aufheben.

Wenn ich es thäte, würde Preußen gar nicht mehr daran denken, überhaupt ſeine ihm auferlegten Verpflichtungen erfüllen zu wollen, rief Napoleon heftig. Statt die Kriegs⸗Contribution zu zahlen, würde es in ſeiner Verblendung wieder verſuchen wollen, in offener Empörung ſich mir entgegen zu ſtellen. Die Königin Louiſe haßt mich, ſie wird niemals aufhören, gegen mich zu intriguiren und ihren Gemahl wider mich aufzuhetzen. Sie umgiebt ſich und ihren Gemahl mit Menſchen, welche ihre Geſinnung theilen und heimliche Verſchwörungen machen, um ganz Preußen, ja ganz Deutſchland zu revolutioniren. Da iſt zum Beiſpiel ein gewiſſer Herr von Stein, den der König auf Begehren der Königin zu ſeinem Miniſter gemacht hat, und der nur ein Werk⸗ zeug in den Händen der intriguanten Königin iſt, das ſie benutzt, um Verſchwörungen wider mich anzuzetteln. Dieſer Stein iſt ein ſchlimmes und gefährliches Subject, das Haupt geheimer Geſellſchaften, und ich werde Sorge tragen, ihn ſofort unſchädlich zu machen! Er und die Königin allein tragen die Schuld, daß Preußen mir fortgeſetzt opponirt, daß es ſich weigert, die ſtipulirte Kriegs⸗Contribution zu zahlen.

Sire, ſagte Alexander faſt bittend, ich wiederhole Ew. Majeſtät, Preußen iſt nicht im Stande, dieſe enormen Summen, deren Höhe ſich nach dem Tilſiter Friedenstractat noch geſteigert hat, aufzubringen, und noch dazu im Lauf von zwei Jahren. Oh, Ew. Majeſtät, das Schickſal des preußiſchen Königspaares iſt beklagenswerth und laſtet wie ein Vorwurf auf meiner Seele! Thun Ew. Majeſtät um meinet⸗ willen, was Sie nicht für Preußen thun wollen. Laſſen Sie mich nicht mit leeren Händen und ohne Troſt zu dem trauernden, verein⸗ ſamten und verlaſſenen Königspaar zurückkehren. Gönnen Sie mir den Triumph, ihnen beweiſen zu können, daß mein Wort und meine Für⸗ ſprache das von Ew. Majeſtät erlangen konnte, was weder der Brief der Königin, noch alle Bitten und Vorſtellungen des Prinzen Wilhelm

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