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gekommen waren, um an dem Kriege gegen Frankreich Theil zu neh⸗ men. Wie die ſtolzen, geſchmückten Krieger an den Majeſtäten vorüber zogen, da umarmten Ew. Majeſtät den König Friedrich Wilhelm und
Nicht wahr, keiner von uns Beiden fällt allein?
riefen mit Thränen:„ Entweder Beide zuſammen oder keiner von Beiden!“*) Dieſe Worte d in dieſen letzten
tönen immer noch vor meinen Ohren, und ſie ſin ſchlimmen Tagen, wo es ſich um Preußens Ehre und Exiſtenz handelt, mein einziger Troſt und meine einzige Hoffnung geweſen. Ew. Majeſtät ſind nicht gefallen, und alſo werden Sie es auch nicht dulden wollen, daß Preußen falle. Ew. Majeſtät werden eingedenk ſein Ihres Schwurs, eingedenk der Treue, welche Preußen Ihnen bewieſen, und nimmer wer⸗ den Ew. Majeſtät Ihren Ruhm ſo ſehr beflecken wollen, daß Sie Preußen jetzt verlaſſen und es dulden ſollten, daß Preußen allein fällt! Dies iſt meine Hoffnung, und mit ihr gehe ich getröſtet von hinnen. Ach, mein Lieber, ſagte Alexander ſeufzend, wie unglücklich ich doch bin. Sie haben immerfort zu meinem rechten Ohr geſprochen, und Sie ſſ da leider ganz taub bin. Ich habe alſo auch Ihre
wiſſen wohl, daß ich Worte nur wenig verſtanden. Aber ich denke, Sie wollten Abſchied
nehmen, und alſo ſage ich Ihnen auch von Herzen Lebewohl und wünſche glückliche Reiſe.
Er reichte Hardenberg ſeine Hand dar, aber die tiefe Verneigung, mit welcher der Miniſter eben ſein Haupt ſenkte, hinderte ihn vielleicht, die ausgeſtreckte kaiſerliche Hand zu ſehen; er nahm ſie nicht an, ſondern zog ſich ſchweigend und rückwärts gehend nach der Thür zurück.
Eben als er im Begriff war, hinauszugehen, erhob ſich die Kö⸗ nigin von dem Divan. Hardenberg, rief ſie heftig, und mir ſagen Sie nicht Lebewohl!
Majeſtät, ſagte der Miniſter ehrfurchtsvoll, ich erwartete Ihre Erlaubniß.
Die Königin eilte zu ihm hin. Thränen glänzten in ihren Augen, und mit vor Rührung zitternder Stimme ſagte ſie: Sie wiſſen, was ich in dieſer Stunde leide und welche Qual ich empfinde in dieſen


