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Lehnſtuhl ſaß und hinter dem Talleyrand und Duroc voll Ehrfurcht und Unterthänigkeit ſtanden.
Sie ſind ein Bruder des Prinzen Louis Ferdinand, der bei Saal⸗ gefallen iſt? fragte Napoleon mit rauher, haſtiger Stimme.
Ja, Sire, ich bin der Sohn des Prinzen Ferdinand von Preußen, ſagte der Prinz ernſt.
Ein Neffe Friedrichs des Zweiten! rief Napoleon. Ein Neffe des großen Heldenkönigs, welcher Frankreich ſo ſehr liebte, daß er in ſei⸗ nem Herzen und ſeiner Geſinnung ganz Franzoſe war.
Sire, ſagte der Prinz ruhig, die Geſchichte lehrt indeſſen, daß der große König nicht immer der Freund Frankreichs war, und daß ſeine Liebe zu Frankreich ihn doch nicht hinderte, es zu bekämpfen. Seine
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Feindſchaft gegen Frankreich brachte ihm nicht minderen Ruhm, als ſeine Freundſchaft für Frankreichs Dichter und Gelehrte.
Ach, Sie wollen von Roßbach reden, ſagte Napoleon achſelzuckend. Wir haben den Namen Roßbach mit den Namen Jena und Auerſtädt ausgelöſcht, und die Siegesſäule, die auf dem Schlachtfeld von Roß⸗ bach ſtand, wandert jetzt nach Frankreich, um eine Trophäe unſerer Siege zu ſein.*)
*) Am Tage nach der Schlacht von Jena ſagte der Kaiſer zum General Savary, Herzog von Rovigo, als ſie zwiſchen Merſeburg und Halle über das Schlachtfeld von Roßbach dahin ritten: Galoppiren Sie doch in dieſer Richtung hier links vorwärts; Sie werden ungefähr eine halbe Meile von hier die Säule finden, welche die Preußen zum Andenken an jene Schlacht aufgerichtet haben.— Savary ritt in der von dem Kaiſer angegebenen Richtung vorwärts und fand wirklich bald inmitten eines abgemäheten Kornfeldes die kleine ſteinerne Säule. Sein Taſchentuch hoch empor ſchwenkend, gab General Savary ein Zeichen ſeines glücklichen Fundes und Napoleon ſprengte mit ſeinem Gefolge über die Ebene daher, um die kleine, vom Sturm und Wind eines halben Jahrhun derts verwitterte Säule zu betrachten und die vielen, kaum noch leſerlichen In ſchriften, mit denen ſie bedeckt war, zu entziffern. Da eben in der Nähe die Diviſion des Generals Suchet vorbeizog, ließ der Kaiſer ihm befehlen, er ſolle die Säule ausheben, weil er ſie nach Paris ſenden wolle. General Suchet ließ die Säule von ſeinen Sappeurs aus der Erde heben und ſie ward ſofort auf drei bis vier Wagen gelegt, um nach Paris gebracht zu werden. Siehe:
Mémoires du Duc de Rovigo, II. S. 293.


