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wie bezaubert von ſeiner Huld, wieder in den begeiſterten Ruf aus⸗ brachen: Es lebe Napoleon der Große, der Befreier der Völker!
Umrauſcht von dieſer Jubelmelodie der ſanguiniſchen Polen ging Napoleon in den kleinen Audienzſaal zurück, begleitet von Talleyrand, dem er einen Wink gegeben hatte, ihm zu folgen.
Nun, fragte der Kaiſer, als ſie wieder allein waren, was meinen Sie? werden die Polen ſich erheben?
Ich bin davon überzeugt, Sire! Ihre Worte waren wie Stahl, der auf den Feuerſtein ſchlägt und den Zunder der polniſchen National⸗ begeiſterung entzündet. Es wird brennen, Sire, und zwar ſo hell bren— nen, daß Rußland, Oeſterreich und Preußen ſich an ihren polniſchen Provinzen gar ſehr die Finger verbrennen können..
Oeſterreich ſoll es nicht, ſagte Napoleon raſch, und im Uebrigen
werden wir das Feuer ſchon zu dämpfen wiſſen, wenn es zu hell brennt. Laſſen Sie noch heute Ihre Depeſche an unſern Geſandten in Wien abgehen. Er ſoll dem Kaiſer auf das Allerdringendſte verſichern, daß ich durchaus nicht die Abſicht habe, die polniſche Erhebung allzuweit um ſich greifen zu laſſen, und daß ſeine galiziſchen Provinzen jedenfalls ungefährdet ihm verbleiben ſollen. Nun, Duroc? Was bringen Sie mir? rief der Kaiſer, als die Thür ſich eben öffnete und der Groß⸗ Marſchall mit einem Brief in der Hand hereintrat. Sire, ich bringe Ew. Majeſtät zwei Nachrichten auf einmal. Die erſte iſt, daß ein neuer Abgeſandter des Königs von Preußen ſo eben angelangt iſt und Ew. Majeſtät dies Schreiben des Königs, welcher ſich jetzt in Graudenz befindet, überbringt.
Ah, rief Napoleon, er befindet ſich in Graudenz, das iſt ſchon wieder etwas näher zu den Grenzen ſeines Landes. Ich will ihn aber zurücktreiben bis in die letzte Stadt an der Gretnze. Die Königin ſoll es erfahren, was es heißt, einen Krieg veranläſſen!
Er nahm den Brief, welchen Duroc ihm darreichte, und erbrach ihn heftig. Sire, ſagte Duroc, der Ueberbringer dieſes Briefes, ein Major von Rauch, bittet um die Gnade einer perſönlichen Audienz, um Ew. Majeſtät die Wünſche und Bitten ſeines Königs, welche dieſer ihm mündlich mitgetheilt, vortragen zu dürfen.
Mühlbach, Napoleon. II. Bd. 12


