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Außerdem fügen wir jetzt noch dieſe andern Bedingungen hinzu: Preußen wird, im Fall die Ruſſen Krieg mit der Türkei beginnen, ſich mit allen Kräften an Frankreich anſchließen und gegen den Kaiſer von Rußland marſchiren laſſen.*)
Ach, Sire, Sie wollen alſo durchaus der ſchönen Königin das Herz brechen? fragte Talleyrand mit einem cyniſchen Lachen.
Es iſt meine Antwort auf ihren Schwur mit Alexander am Grabe Friedrichs des Zweiten! Gehen Sie und bringen Sie Luccheſini die neuen Nachrichten und meine Bedingungen.
Ew. Majäſtät wollten die Gnade haben, heute Vormittag die ver⸗ ſchiedenen Geſandten der kleinen deutſchen Fürſten zu empfangen, die ſchon ſeit geſtern Morgen um eine Audienz flehen.
Es ſchadet dieſen kleinen Herren gar nichts, daß ſie ſich ein wenig in der Geduld des Wartens üben, ſagte Napoleon rauh. Ich werde ſie morgen annehmen, um endlich von ihren Jeremiaden erlöſt zu werden. Erinnern Sie ſich noch, daß ich Sie ſchon vor einigen Mo⸗
naten beauftragte, mir die Statiſtik eines norddeutſchen Staats zwiſchen.
dem Rhein und der Elbe zu entwerfen?
Sire, ich Ihren Befehl damals ſofort ausgeführt und den Entwurf dieſes neuen norddeutſchen Staats in Ihre Hände niedergelegt.
Ja, er iſt in meinen Händen, und jetzt iſt es Zeit, aus dem Ent⸗ wurf eine Wirklichkeit zu machen. Sie haben ihn mit der Feder auf⸗ gezeichnet, ich habe ihn mit dem Schwert ausgeführt und illuſtrirt. Wir haben alſo Beide unſere Schuldigkeit gethan. Morgen will ich dieſe kleinen deutſchen Fürſten mit unſerm Entwurf bekannt machen, damit ſie uns ihr Land räumen! Gehen Sie zu Luccheſini! Ich will ſpazieren reiten und meine Garden in Charlottenburg beſuchen.
Talleyrand verneigte ſich und verli ieß das Kabinet des Kaiſers. In dem großen Saal, welcher ſich vor demſelben befand, ſah er den Großmarſchall Duroc, welcher am äußerſten Ende deſſelben in der letzten Fenſterniſche ſtand.
Talleyrand eilte zu ihm hin, ſo raſch ſein bahmer hinkender Fuß
*) Häuſſer: Deutſche Geſchichte. Th. IM.


