Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Napoleon und Königin Louise;; 1. Band (1859)
Entstehung
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darauf, er fühlte nur, daß er ſich von dem Bette des Todes wieder aufgerichtet, vaß er noch athme und lebe. Einen Moment lehnte er ſich wieder erſchöpft an das Pferd, das ihm jetzt als Ruheſeſſel diente;

er fühlte einen brennenden Durſt, einen verzehrenden Hunger, und ſeine

dunkeln glühenden Augen ſchweiften umher, als ſuchten ſie nach einem

Labetrunk für ſeinen verſchmachtenden Gaumen, nach einem Stückchen

Brot, ſeinen Hunger zu ſtillen.

Aber überall begegnete ſein Ange nur hingeſtreckten Leichen, nur

dem Elend und Jammer eines verödeten Schlachtfeldes. Und er wußte, daß, wenn er auch in den Taſchen und Torniſtern der Todten wühlen wolle, er da doch keine Nahrung finden würde. Denn ſeit zwei Tagen hatte der Hunger in der preußiſchen Armee gewüthet, ſeit zwei Tagen hatte der Soldat kein Brot und keinen Trunk mehr in ſeinem Torniſter gehabt; der Hunger war der vorarbeitende Gehülfe des franzöſiſchen Kaiſers geweſen, er hatte die Preußen entkräftet und ihren Muth gebrochen.

Ich muß hier fort, murmelte der Verwundete, ich muß mich retten, ſo lange ich noch Kraft und Bewußtſein habe, ſonſt ſterbe ich am Hungertode! Oh, mein Gott, gieb mir Kraft, einem ſo fürchter⸗ lichen Tode zu entfliehen. Stärke meine Füße auf dieſer grauenvollen Wanderung!

Einen einzigen brennenden Blick hob er zum Himmel empor, einen Blick, in welchem ſeine ganze Seele lag, dann trat er die Wanderung an. Langſam ſchwankend ſchritt er vorwärts, mitten hindurch durch die Reihen der Leichen, vorüber an den noch zuckenden und ächzenden Sterbenden, an den in Qualen ringenden Verwundeten. Er konnte ihnen keine Linderung ſchaffen für ihre Schmerzen, keine Hülfe für ihren grenzenloſen Jammer. Es blieb ihm nur übrig, neben ihnen niederzuſinken, um mit ihnen zu ſterben, oder ſein Auge von ihnen ab⸗ zuwenden, ſein Ohr ihren Klagen zu verſchließen und dieſer Atmoſphäre des Blutes und der Verweſung mit eilendem Fuß zu entfliehen, um für ſich ſelber das Leben dem Tode wieder abzuringen!

Er floh alſo, aber ſeine von Thränen umdüſterten Blicke grüßten die armen Leidenden, an denen er vorüberſchritt, ſeine ſchmachtenden,

zitternden Lippen flüſterten leiſe ein Gebet für ſie.

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