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MI. Vor der Bchlacht bei Zena.
Der Abend war angebrochen. Ein kalter düſterer Abend. Die Berge des thüringer Waldes zeigten rings am Horizont ihre Häupter mit leuchtendem Schnee bedeckt, und ein ſchneidender Wind heulte über die Höhen und Thäler hin.
Die preußiſche Armee ſchien nun endlich am Ziel ihrer Wanderung angelangt, und hier auf den Höhen und Thälern von Jena und Auer⸗ ſtädt mußte der große Völkerſtreit ſich entſcheiden, denn hier befand ſich die preußiſche Armee der franzöſiſchen endlich gegenüber.
In Auerſtädt lagerte die Hauptarmee mit dem Oberfeldherrn, dem Herzog von Braunſchweig, dem König und dem Generalſtab.
Bei Jena befand ſich die tleinere Armee mit dem Fürſten von Hohenlohe an der Spitze.
Immer noch zweifelte man nicht, daß Preußen ſein großes Ziel erreichen, daß es Napoleon beſiegen werde. Das unglückliche Gefecht bei Saalfeld, und der Tod des Prinzen Louis Ferdinand hatte wohl einen Moment das Vertrauen getrübt, aber nicht erſchüttert.
Die Preußen froren zwar, denn ſie hatten keine Mäntel, ſie hun⸗ gerten zwar, denn ſie hatten in den letzten Tagen wegen eingetretenen Brodmangels nur halbe Portionen bekommen, aber ihre Herzen waren doch noch unverzagt, und ſie ſehnten ſich nur nach dem Einen: nach dem entſcheidenden Kampf. Die Entſcheidung mußte jedenfalls ihrem Hunger ein Ende machen, entweder durch den Tod, oder durch den Sieg, der ihnen Magazine und Vorräthe öffnen mußte.
Die preußiſchen Truppen, die bei Jena lagerten, ſtanden ruhig vor ihren Zelten und plauderten unter einander von den Hoffnungen der nächſten Tage, und erzählten ſich, daß Bonaparte mit ſeinen Franzoſen, ſobald er gehört, daß die Preußen ſchon bei Jena ſtänden, eilends wieder von Weimar aufgebrochen ſei und den Rückmarſch ange⸗ treten habe nach Gera hin.


