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Er ſchloß die Königin in ſeine Arme, und ſie lehnte ſich an ihn mit einem ſeligen Lächeln.
Uebrigens, ſagte der König nach einer Pauſe, es giebt doch Einen deutſchen Fürſten, der treu zu uns hält, und das iſt der Herzog von Weimar.
Der Freund Göthe's und Schiller's, rief die Königin.
Der Herzog ſtellt uns ſein Jägerbataillon zur Verfügung und wird im Kriege ſein Commando übernehmen.
Es kommt alſo jetzt zum Kriege? fragte die Königin freudig.
Ja, es kommt zum Kriege, ſagte der König traurig.
Du ſagſt das, und Du ſeufzeſt? rief Luiſe.
Ja, ich ſeufze, ſagte der König. Ich bin nicht ſo glücklich wie Du und die Kriegsluſtigen, ich glaube nicht an die Unbeſiegbarkeit meines Heeres. Ich fühle, daß es nicht gut gehen kann! Es iſt eine unbeſchreibliche Verwirrung in allen Kriegsangelegenheiten, die Herren wollen das freilich nicht glauben, und behaupten, ich wäre noch zu jung und verſtände das nicht. Ach, ich wünſche von Herzen, daß ich Unrecht habe! Die nächſte Zeit wird es lehren!*)
MI. Ein böſes Vmen.
Das entſcheidende Wort war alſo geſprochen. Preußen wollte endlich das Schwert aufheben, es wollte endlich Rache nehmen für jahrelange Demüthigungen!
Die Armee empfing dieſe Nachricht mit Jubel, und das Publikum benutzte jede Gelegenheit, um ſeine Kriegsbegeiſterung an den Tag zu
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legen. Es verlangte im Theater die„Jungfrau von Orleans“ zu
*) Des Königs eigene Worte. Siehe: Henckel von Donnersmark.
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