Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 3. Band (1859)
Entstehung
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in unſere Kämpfe hineinzieht. Statt mich ohne Grund anzugreifen,

hätte ſich das öſterreichiſche Cabinet mit mir vereinigen ſollen, um die

ruſſiſche Armee aus Deutſchland zurückzutreiben. Dieſe Allianz Ihres

Cabinets iſt eine in der Geſchichte unerhörte Sache; ſie kann nicht das Werk von Staatsmännern Ihrer Nation ſein; es iſt mit einem Wort die Allianz der Hunde und Schäfer mit dem Wolf gegen die Schafe. Wenn Frankreich in dieſem Kampf unterlegen wäre, würdet Ihr bald genug erkannt haben, welchen Fehler Ihr gemacht habt.*)

Das war die Nachricht, welche der Erzherzog Anton aus Wien mitgebracht, das war der neue Bundesgenoſſe, den Hardenberg für ſeine Politik und für Preußen gewonnen.

Dieſer neue Sieg, dieſe neue Eroberung Napoleons in Deutſch⸗ land, ſtand vor dem König auf wie eine Gefahr, die ihn ſelber be⸗ drohte, und gegen die er ſich mit den Waffen in der Hand erheben müſſe, um ſich zu vertheidigen. Dieſe drohende und trotzige Sprache des franzöſiſchen Kaiſers empörte das Herz des deutſchen Königs, und ſtatt ſich von dieſem neuen großartigen Sieg, von dieſer drohenden Sprache Napoleons einſchüchtern zu laſſen, fühlte er gerade dadurch ſich jetzt zum Widerſtand und zum Kampf aufgereizt, erkannte er auf einmal, daß man nur dieſes mächtigen Mannes Diener und Sclave oder ſein Feind ſein könne, daß er niemals irgend Wen als gleichbe⸗ rechtigt neben ſich anerkennen würde. Was waren ſie, dieſe drei deutſchen Fürſten, welche auf dem Schlachtfelde von Ulm drei Kronen gefunden? Dieſe neuen Könige von Würtemberg und Baiern, dieſer Großherzog von Baden, ſie waren doch nur Vaſallen und Diener des Kaiſers von Frankreich, der ihnen ihre Kronen geſchenkt, und ihnen erlaubt hatte, ſie zu tragen.

Der König Friedrich Wilhelm bedurfte keiner ſolchen Krone. Ein Genius ſtand an ſeiner Seite und hauchte mit himmliſchem Lächeln ihm ins Ohr: beſſer zu ſterben im ehrenvollen Freiheitskampf, als zu leben in Glanz und Herrlichkeit, aber mit einem Flecken auf ſeiner Ehre.

Und der König hörte auf die Stimme ſeines Genius, er hörte

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*) Memoires du Duc de Rovigo. II. 153.

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