Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 3. Band (1859)
Entstehung
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Plötzlich indeſſen verſtummte das laute Applau.

Prinz mit der Hand gewinkt hatte, als wolle er daun. e Meer beſchwichtigen, vielleicht weil man ſeine Aufmerkſamkeit von einem neuen Gegenſtand angezogen fühlte. Wirklich wandten ſich alle Blicke des Publikums jetzt von dem königlichen Prinzen ab und nach einer benachbarten Loge hin. In derſelben waren eben vier Herren in glän⸗ zenden Uniformen erſchienen; aber dieſe Uniformen gehörten nicht der preußiſchen Armee an, und die breiten Ordensbänder, welche quer über die Bruſt dieſer Herren hinliefen, waren nicht die Bänder preußiſcher Orden. Es waren die Herren der franzöſiſchen Geſandtſchaft, welche in die Loge getreten waren, der General Lefévre mit ſeinen Attachés und der General Duroc, den Napoleon erſt kürzlich wieder nach Berlin geſandt hatte, um das Freundſchaftsbündniß zwiſchen Frankreich und Preußen enger zu knüpfen. Ganz zufällig war es gewiß, daß der Prinz Louis Ferdinand in dem Moment, als dieſe Herren ihn begrüßen wollten, ſich nach der andern Seite hinwandte und ihren Gruß nicht ſah und nicht erwiederte, ganz zufällig, daß das Publikum, welches eben gejubelt und applaudirt hatte, jetzt auf einmal laut ziſchte, vielleicht nur, um dem Jubel Schweigen zu gebieten.

Die Herren von der franzöſiſchen Geſandtſchaft hüteten ſich wohl, dieſes Ziſchen auf ſich zu beziehen, ſie nahmen ruhig ihre Plätze an der Brüſtung der Loge ein, und ſchienen weder das laute Gemurmel, noch die drohenden Blicke des Publikums zu beachten.

Jetzt begann das Orcheſter die Ouverture zu ſpielen, es war ein geſchickt arrangirtes Quodlibet aus bekannten Volks⸗ und Kriegsliedern, dazwiſchen ertönte der Deſſauer Marſch und der Marſch von Hohen⸗ friedberg, als wolle er das Publikum erfreuen mit glänzenden Erinnerungen an preußiſche Heldenzeit und an unvergänglichen Kriegsruhm.

Auf einmal durchlief ein freudiges Gemurmel das Parterre, die Logen und die Gallerie. Der König! die Königin! flüſterte man, und

alle dieſe hundert und aber hundert Geſichter wandten ſich nach der

kleinen Seitenloge hin, in welcher das königliche Paar ſpeben erſchienen war.

Die Königin, ſtrahlend ſchön, mit roſigen Wangen und glänzenden

Angen, grüßte das Publikum mit einem liebreizenden Lächeln; der König, *