Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 3. Band (1859)
Entstehung
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Benehmen wir alſo Oeſterreich den Wahn, als ob es Ihr Herr ſei, ſagte Napoleon lächelnd. Werden Sie mein Bundesgenoſſe, und glauben Sie mir, wir werden wohl die Macht haben, dem Kaiſer von

Oeſterreich Reſpect einzuflößen vor dem König von Würtemberg, meinem Bundesgenoſſen! Wollen Sie dazu mein Bundesgenoſſe ſein? Wollen Sie, als deutſcher Fürſt mir helfen, Deutſchland zu befreien von dem Joche, das Oeſterreich um ſeinen Nacken gelegt?

Sire, ich bin bereit, mit meinem Blut und Leben Deutſchland zu dienen, rief der Churfürſt, und da Ew. Majeſtät gekommen ſind, Deutſch⸗ land zu befreien von Oeſterreich, ſo wäre es ein Verbrechen, wenn ein deutſcher Fürſt nicht dazu bereitwillig ſeine Hülfe bieten wollte. Ich nehme alſo Ihre Bundesgenoſſenſchaft an! Hier meine Hand! Ich ſtehe zu Ihnen mit meinen Truppen und mit meiner Ehre!*)

*) Dieſe ganze Unterredung iſt ſtreng hiſtoriſch. Siehe: Memoiren des Ge⸗ nerals von Wolzogen und Häuſſer: deutſche Geſchichte Bd. II., S. 613.— Der Churfürſt von Würtemberg ward der dritte deutſche Bundesgenoſſe Na⸗ poleons, und folgte dem Vorgang der Churfürſten von Baden und Baiern. Er ſtellte dem franzöſiſchen Kaiſer ein Contingent von zehntauſend deutſchen Truppen.