Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 3. Band (1859)
Entstehung
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erkennen, en werden, ne Tochter odfeindes, einen Zorn t vorüber! gegenüber Frankreich llen, oder len! Wir on iſt Neh in einigen uch machen. er machte , nachden ungen hatte. chloßtreppe. rſichert, er eichen em⸗ urzureichen; igen ſeines e der Chur⸗ s wolle er d ehrfuchts⸗

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Milde

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und Weichheit, und doch ſtrahlend von Hoheit und Würde. Es war das Antlitz eines Triumphators, der indeß Die, welche er unterjocht hat, nicht durch Strenge und Uebermuth, ſondern durch Sanftmuth und Liebe gewinnen will.— Seine Augen hatten daher nur milde, gütige Blicke, und um ſeine feingeſchnittenen Lippen ſpielte jenes ſanfte Lächeln, von dem die Kaiſerin Joſephine ſagte, daß es der Sonnenſtrahl ſeines Angeſichts ſei und daß keine Frau demſelben wider⸗ ſtehen könne.

Auch widerſtand die Churfürſtin dieſem Lächeln und dieſer Zuvor⸗ kommenheit Napoleons nicht. Sie hatte erwartet, in dem Kaiſer einen glühenden Feind ihres engliſchen Vaterlandes zu finden, und er ſpendete den Engländern, ihrem Lande, ihren Einrichtungen und ihrem Charakter ein herzliches Lob und beredte Anerkennung, man hatte ihr Napoleon als einen Barbaren geſchildert, welcher nur für Krieg und Kriegsgetöſe Achtung habe, und jetzt fand ſie in ihm einen Freund und Bewunderer der engliſchen Poeſie, jetzt hörte ſie ihn mit Begeiſterung über Oſſian ſprechen, von dem er ihr ſogar einige der herrlichſten Strophen in franzöſiſcher Ueberſetzung recitirte.

Und allmälig begannen die ſtrengen Züge der Churfürſtin ſich zu erhellen, allmälig kehrte das Lächeln in ihr Antlitz zurück, und ihr ſtolzes Haupt neigte ſich gütiger dem„Emporkömmling Bonaparte“ zu.

Oh, Sire, rief ſie raſch und freudig, und zum erſten Mal ver⸗ mied ſie es nicht, ihm die geziemende Anrede zu gewähren, oh, Sire, wer mit ſo edler Begeiſterung die engliſchen Dichter verſteht, der kann unmöglich ein Feind Englands ſein!

Ich bin es auch nicht, ſagte Napoleon lächelnd, ich kenne über⸗ haupt gar keine Feindſchaft, der Friede iſt das einzige Ziel all meines Strebens, und ich denke, das Schickſal hat mich der Menſchheit geſandt, damit ich ihr den ewigen Frieden bringe! Freilich muß ich ihr dieſen durch Kampf und Unruhe erobern, aber ich werde ihn erobern, und dazu, Fürſtin, ſollen Sie und Ihr Gemahl mir helfen! Es iſt eine edle Aufgabe, welche ich da in Ihre Hände lege, aber die edle und ſtolze Tochter Englands iſt der höchſten Aufgabe würdig, und der deutſche Churfürſt wird dem edelſten Streben ſeiner Gemahlin nicht

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