Wenige ſtat ſi in will auf ſich n, wie u, oder
h, und ommenes Fleckens
Tugend niemals nen Ge⸗ er ſcho zertreten, eine Un 3 Philo⸗ id meine was ich Geſchicht⸗ chen den iber des und hat vielleicht neſſen iſ, n7
daß er Cuſtcs,
387
und es iſt deshalb, daß der Hofbibliotheks⸗Präfect Herr von Jeniſch mir nicht wohl will und jede Gelegenheit ergreifen muß, um mich zu kränken. Ein deutſcher Gelehrter iſt niemals noch ein unabhängiger Mann geweſen, denn es fehlt ihm gewöhnlich dazu das Nothwendigſte, es fehlt ihm der Reichthum!
Sie ſind alſo nicht reich? fragte Thugut mit blitzenden Augen.
Ich bedarf meines Gehaltes, um exiſtiren zu können! Die Wiſſen⸗ ſchaften ſchmücken wohl, aber ſie ernähren nicht!
Ich will Sie erlöſen aus Ihrer untergeordneten Stellung, ſagte Thugut raſch, Sie ſollen unabhängig, frei und reich werden. Sie ſind ein Thor, daß Sie mit Ihrem Ruhm und Ihrer Feder ſich ſo lange unter Bücherſtaub vergraben haben. Das Leben, die Geſchichte fordert Sie und hält Ihnen ihre ehernen Tafeln hin, damit Sie auf denſelben ſchreiben ſollen! Schreiben Sie alſo, ſchreiben Sie die Ge⸗ ſchichte der Gegenwart, machen Sie Sich zu einem Organ der Zeit, wirken Sie durch Ihre Schriften für die Erhaltung der Regierung, der Sitten und Ordnung. Vertheidigen Sie mit Ihrem weitklingenden Wort dieſem ſuperklugen, ſchreienden, erbärmlichen Volk gegenüber die Handlungen der Regierung, und Sie ſollen eine vollkommen genügende, glänzende Stellung und ein Gehalt von viertauſend Gulden haben. Sie ſchweigen? Sie haben Recht, überlegen Sie meinen Vorſchlag wohl! Ich biete Ihnen ein glänzendes Lvos! Ich will Sie zum Ge⸗ ſchichtſchreiber der Gegenwart machen, zum Geſchichtſchreiber unſerer Zeit. Sie loben und anerkennen ja überall ſo gern, nun, mein Herr, loben und anerkennen Sie, was wir thun. Helfen Sie mir wenigſtens den Zeitgenoſſen und der Nachwelt ein wenig blauen Dunſt vorzu⸗ machen, und ich will Ihnen dafür eine glänzende Wirklichkeit ſchaffen. Ein guter Titel, ein glänzendes Gehalt, und außerdem bezahlen wir Ihre Schulden!
Ah, Ew. Excellenz wiſſen, daß ich Schulden habe, und Sie glau⸗ ben, das ſei der Faden, mit dem Sie mich wie den Maikäfer nach Sich ziehen können? fragte Müller lächelnd. Der Geſchichtſchreiber der Gegenwart zu werden iſt mir ein willkommener und ehrender Auftrag und ich geſtehe Ew. Excellenz, daß ich dazu ſchon manches Capitel in
25*
——————————


