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würde, ſo iſt das eine Gefahr für Preußen, denn Oeſterreich und Rußland würden ſich dann vereinigen, um uns zu bedrohen. Sie würden für ſich ſehr leicht und ſchnell Entſchädigungen ausfinden, und namentlich Oeſterreich würde Vortheil haben von Frankreichs Verluſten, denn es würde ſich die Niederlande, welche Preußen jetzt mit ſeinem Blut erobern ſoll, als Erbgut zurücknehmen, und vielleicht auch Baiern an ſich ziehen. Aber woher ſollte eine Entſchädigung für Preußen kommen? Oder glauben Sie etwa, Oeſterreich würde vielleicht aus Dankbarkeit etwas von ſeinen Erbländern an Preußen abtreten? Nein, nein, kein Krieg mit Frankreich! Mögen Rußland und Oeſterreich allein kämpfen, ſie ſind ſtark genug dazu!— Ich ſage dies nach reif⸗ licher Ueberlegung, und es iſt dies nicht bloß meine Meinung, ſondern auch diejenige krieggeübter, ausgezeichneter Generäle. Auch der General von Tempelhof iſt meiner Anſicht, und hat mir dieſelbe in einem Memvire, um das ich ihn bat, beſtätigt.
Ew. Majeſtät haben auch den Herrn Herzog von Braunſchweig um eine. Denkſchrift über dieſe beabſichtigte Kriegscoalition erſucht, ſagte General Köckeritz haſtig. Ich habe bei unſerer Ankunft dies Manifeſt vorgefunden, und wie Ew. Majeſtät befohlen, es durchge— leſen. Der Herzog bleibt unerſchütterlich bei der Meinung ſtehen, daß es für Preußens Ehre, Ruhm und Sicherheit nothwendig ſei, ſich der Cvalition auzuſchließen, und Frankreich gerüſtet gegenüber zu treten! Majeſtät, ich muß es bekennen, ich denke wie der Herzog!
Und auch ich denke ſo, rief Graf Haugwitz, und nicht wir Beide allein, ſondern Ihr ganzes Volk hegt dieſe Gedanken, Sire, Ihr ganzes Volk glüht vor Verlangen, dieſes übermüthige Frankreich zu züchtigen, und Deutſchland zu reinigen von dieſen hereinbrechenden Jakobinerſchaaren. Oh, mein Herr und König, verſuchen Sie es nur, erheben Sie Ihre Stimme, und rufen Sie Ihr Volk zu den Fahnen, zum Kriege gegen Frankreich. Sie werden ſehen, wie es jubelnd herbeiſtrömen, wie es Sie ſegnen wird. Und wenn Sie dieſen Kampf beginnen, Sire, ſo werden Sie und Ihr Heer einen furchtbaren, einen unüberwindlichen
Bundesgenoſſen haben, dieſer Bundesgenoſſe iſt: Die öffentliche Meinung, Sire! Die öffentliche Meinung begehrt dieſen Krieg, d
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