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Bonaparte ſtand ſtolz gehobenen Hauptes in der Mitte des Saals und ſein düſterer Blick flog umher an den Reihen dieſer Herren, die ſich zu beiden Seiten des Saals aufzuſtellen begannen. Der er⸗ wählte Ceremonienmeiſter des Congreſſes ſchritt jetzt feierlich einher, und an den Herren vorüber ſchreitend, verkündete er mit lauter Stimme eines Jeden Namen, Rang und Stand.
Se. Excellenz, der Herr Graf Ferſen, rief er eben laut und feierlich, Geſandter Sr. Majeſtät des Königs von Schweden und Herzogs von Pommern.
Graf Ferſen hatte noch nicht ſeine ceremonielle Verbeugung beendet, als Bonaparte mit haſtigem Schritt ſich ihm näherte.
Sagen Sie doch, mein Herr, rief er mit brusquem Tone, wie heißt der Geſandte, den Schweden jetzt in Frankreich hat?
Graf Ferſen blickte ſichtbar überraſcht und verwirrt in das bleiche Antlitz des Generals, deſſen flammende Augen mit zornigem Ausdrucke auf ihm ruhten.
Ich weiß nicht, ſtammelte er verlegen, ich bin ungewiß—
Ach, mein Herr, Sie wiſſen es nur zu gut, daß Schweden dem Herrn von Staöl noch immer keinen Nachfolger gegeben hat, unterbrach ihn Bonaparte heftig, und daß der Einzige, den es ſenden wollte, von dem Directorium zurückgewieſen werden mußte. Dieſer Einzige waren Sie, mein Herr! Innige Bande haben von langen Zeiten her die franzöſiſche und die ſchwediſche Nation vereinigt und ich glaube, Schweden ſollte gerade jetzt die große Wichtigkeit derſelben mehr als je erwägen und erkennen. Wie ſoll man ſich daher dieſes Benehmen des Hofes von Stockholm erklären, der es ſich zur Aufgabe zu machen ſcheint, überall, ſei's nach Paris oder ſonſt, wo die franzöſiſchen Bevollmächtigten ſich befinden, Miniſter und Geſandte zu ſchicken, deren Perſonen jedem franzöſiſchen Bürger weſentlich zuwider ſein müſſen.
Dies iſt gewiß nicht die Abſicht meines Hofes, rief Graf Ferſen haſtig.
Mag ſein, ſagte Bonaparte ſtolz. Aber ich möchte doch wiſſen, ob es der König von Schweden mit Gleichgültigkeit anſehen würde,


