in Bewegung, aber nur langſam und im Schritt konnte er ſich fort⸗ ſchieben, denn das höhnende Volk machte ſich ein Vergnügen daraus, wie
lich eine ſchwarze, ungeheure Woge mit fortzurollen und der ſtolzen Equi— det page der Maitreſſe jeden Schritt vorwärts ſtreitig zu machen.
cher Mariane ſaß aufrecht in ihrem Wagen, mit flammenden, kalten rie Blicken die Menge anſtarrend. Nicht eine Thräne umdüſterte ihr Auge, ſſer! kein Wort, kein Schrei kam von ihren feſt aufeinandergepreßten Lippen. eine Auch jetzt nicht, als der Wagen, um die Ecke biegend, endlich Raum ude gewann und mit donnerndem Geräuſch dahin flog, auch jetzt nicht
veränderte ſich ihre Stellung oder der Ausdruck ihres Geſichtes. Bald hatte ſie das Hötel erreicht, vor dem Veſtibule hielt der Wagen an, und der Lakai öffnete den Schlag. Mariane ſtieg aus und ſchritt langſam, ſtolz und ruhig zu der Treppe hin. Der Lakai eilte ihr nach, und wie ſie eben bis zu dem erſten Abſatz gelangt war, ſtand er hinter ihr und flüſterte: Madame, ich bitte um Vergebung. Ich
haut gar, war wirklich ganz unſchuldig. Da Ihre Gnaden zuletzt gekommen 3 waren, mußte der Wagen als der letzte in der Reihe anfahren, und lo deshalb dauerte es ſo lange, bis er vorwärts kommen konnte. Ich bei bitte um Verzeihung, Ihre Gnaden! Mariane wandte nur langſam einen Moment das Haupt zu ihm und ſchaute ihn flüchtig an mit einem müden, verächtlichen Blicke, dann ſchritt ſie, ohne ein Wort zu ſagen, die Treppe höher hinauf. Der Lakai blieb ſtehen und ſchaute der ſtolzen Geſtalt nach, wie w ſie langſam empor ſchwebte, und flüſterte ſeufzend: Sie wird mich . fortjagen laſſen! Sie verzeiht niemals!— Mariane hatte jetzt die obere Etage erreicht und ſchritt den Cor
ridor hinunter, langſam, ſtolz wie immer. An der Thür ſtand ihr 6 Kammerdiener, der ſie mit tiefer Verneigung empfing und vor ihr die beiden Flügel der Thür öffnete. Sie durchſchritt ernſt und ſtill die lange Reihe der glänzenden Gemächer, die ſich vor ihr aufthat, und trat in ihr Toilettenzimmer ein. Dort harrten ihrer die beiden Kam⸗ merfrauen, um ihr beim Anlegen einer bequemeren Haustoilette behülf lich zu ſein.
Wie ſie ſich ihrer Herrin näherten, machte ſie eine ſtolze, abweh


