Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 1. Band (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

162 4 talentvoller und ſchöner ſind, als ſie alle, dieſe hochmüthigen Chriſtinnen! Wie oft haben ſie uns in der Geſellſchaft vernachläſſigt und überſehen, .. wie oft haben ſie ſich hervorgedrängt, um uns zu verdunkeln, wie oft 4 mit ſpöttiſchen Blicken, mit wegwerfender Ueberhebung uns geärgert. 4 Wir wollen ihnen das Alles zurückgeben, wir wollen ſie züchtigen mit den Geißeln, womit ſie uns gezüchtigt haben, ſie ſollen ſich vor uns bengen müfſen! ò Sie ſollen wenigſtens uns als Gleichberechtigte betrachten und 6 1 gelten laſſen müſſen, ſagte Fanny ernſt. Ich verlange nicht, mich zu 3 rächen, aber ich will meine Stelle einnehmen in der Geſellſchaft, ich F. will ihnen beweiſen, daß ich eben ſo gut, wie ſie, eine vornehme Dame und eine 2 Arſtotratin bin, daß ich den Adel eben ſo gut vertreten kann, und beſſer, als ſie, denn wir ſind von älterem Adel, als alle dieſe 3 3 chriſtlichen Ariſtokraten, und mehr Ahnen von uns bis in entferntere Geſchlechter können wir zählen, als ſie. Unſere Väter, die ſtolzen Levi, haben als Hoheprieſter geſt⸗ den in dem Tempel Salomons, und das 3 Volk hat ſie ſchon damals aln adlige Herren geehrt. Das wollen wir den chriſtlichen Damen bedenken geben, wenn ſie uns von ihren Ahnen, die höchſtens vis in's Mittelalter oder zu Carl dem Großen 1. reichen, erzählen wollen! So iſt es recht, ſo höre ich Dich gern, rief Mariane freudig. Ich ſehe, Du wirſt uns in Wien auf eine edle und ſtolze Weiſe vertreten Sund der Berliner Judenſchaft Ehre machen. Oh, das freut mich, Fanny, und ich werde Dich immer dafür lieben! Vergiß auch Du meiner 1 nicht! Ich werde, ſo Gott will, auch eines Tages nach Wien kommen 3 und werde da meine glänzende Rolle ſpielen. Wir aber wollen doch it niemals Rivalinnen, ſondern immer Freundinnen ſein. Verſprichſt Du mir das? Ich verſpreche es Dir, ſagte Fanny, der Freundin ihre ſchlanke, weiße Hand darreichend. Mariane drückte ſie feſt in der ihrigen. Ich nehme Dein Verſprechen an, und werde Dich einſt daran mahnen, ſagte ſie. Jetzt lebe wohl, Fanny, denn ich ſehe da Deinen 1 1 jungen Gemahl, welcher Dich gern ſprechen möchte und doch nicht wagt, hierher zu kommen, aus Furcht vor der Berührung mit der

Muitreſſ die ſich ſ nicht unſ

Sie

glühende

und ſtür welche d

Me neugieri die Str beim Ei

Ma Augen Geſichte ein Int fürſtlic die ſo nichts Schach

R

Weibes chtete lih la