Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Rastatt und Jena : 1. Band (1859)
Entstehung
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dem andern der Schleier und breitete ſie, Gebete murmelnd, über den Häuptern ſeiner Töchter aus, daß ſie ihr Antlitz und ihre ganze Geſtalt wie mit einem zarten Nebel unfloſſen. Und die Klageweiber weinten lauter auf, und aus den gen Himmel gewandten Blicken der Mutter floſſen ein paar Thränen über ihre bleichen Wangen nieder. Schwei⸗ gend entfernten ſich die beiden Männer und die Frauen waren wieder allein. Aber jetzt vernahm man in der Ferne ein helles Klingen und Singen von weichen, tönenden Knabenſtimmen. Wie bockend und rufend klangen die Töne durch das Frauengemach und ſchienen mit ihren ſüßen Melodien die Bräute zu rufen. Langſam, wie bezaubert von dieſen Tönen, erhoben ſich die verſchleierten Bräute, der älteſten von ihnen nahete ſich die Mutter und bot ihr die Hand, die zwei Ael⸗ teſten der Frauen naheten ſich den zwei andern Bräuten, paarweiſe ordnete ſich hinter ihnen der Zug der Frauen und ſetzte ſich dann in Bewegung, immer den rufenden, tönenden Stimmen entgegen. So zogen ſie durch die Säle dahin, die verſchleierten Bräute, die betenden Frauen, der Geſang kam näher und näher, und jetzt, durch die letzte Thür ſchreitend, traten die Frauen in eine lange, mit Blumen ge⸗ ſchmückte, mit Teppichen belegte Halle, deren Decke aus Glasfenſtern beſtand, durch welche man das durchſichtige, tiefe Blau des Winter⸗ himmels gewahrte. In der Mitte dieſer Halle erhob ſ

ich ein purpurner Baldachin mit goldenen

Quaſten und Troddeln, und unter demſelben ſtand der Rabbi mit gefalteten, zum Himmel erhobenen H

änden, neben ihm die Verlobten der- Bräute. Lauter und jubelnder erſchallte der Chor der hinter Blumen und Drangenbäumen verborgenen Sänger. Unter dieſen Jubelklängen führten die Frauen die Bräute unter den Baldachin, und die Ceremonie begann.

Als ſie beendet war, als die Schleier von den Häuptern der Bräute abgenommen, ſo daß ſie als Frauen offen und frei hinein⸗ ſchauten in die Welt, kehrte man zurück in die Säl empfingen die Glückwünſche ihrer Gäſte.

In einer Fenſterniſche, abſeits von den Andern, ſtand F neben ihr ſtand Mariane Fanny in ihrem we

e und die drei Paare

anny, und Meier. Arm in Arm geſchlungen ſtanden ſie

ißen Atlasgewande wie eine reine ſtrahlende