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Er hatte eben die letzte Einladung beendet, als die Thür ſich öffnete und Johann athemlos eintrat.
Nun? haſt Du Herrn Werner geſprochen? fragte Gentz, das letzte Billet zuſammenfaltend.
Ja, Herr! Der Herv Werner läßt ſich dem Herrn Kriegsrath empfehlen, er würde das Souper auf's Pünktlichſte und Beſte herſtellen, auch vier und zwanzig Flaſchen vom beſten Champagner, drei große Drüffelpaſteten, zweihundert Auſtern und alles Uebrige heute Abend herſenden, aber unter einer Bedingung.
Was? Dieſer Menſch unterſteht ſich, Bedingungen zu machen? rief Gentz empört. Was fordert er denn?
Er fordert, daß, ſobald er alles, was der Herr Kriegsrath be⸗ ſtellt haben, abgeliefert hat, und bevor Sie zu Tiſche gehen, Sie die Güte haben, einen Augenblick in das Vorzimmer zu kommen, wo Herr Werner Sie erwarten will, um dann gegen ſeine Quittung Ihre zwei⸗ hundert Thaler in Empfang zu nehmen. Ich ſoll ihm Beſcheid brin⸗ gen, ob der Herr Kriegsrath dieſe Bedingung eingehen, und alsdann will Herr Werner das Souper beſorgen.
Ah, das heißt mir das Meſſer an die Kehle ſetzen, rief Gentz lachend. Nun, eile zu ihm und ſage dieſem ſchlauen Kaufmann, ich gehe ſeine Bedingung ein; er ſolle, ſobald das Souper aufgetragen, mich im Vorzimmer erwarten, und da er natürlich ungeheuren Lärm machen würde, wenn ich ihn vergeblich warten ließe, ſo kann er über zeugt ſein, daß ich komme. Gehe alſo!
Und ich, ſagte Gentz, ſeinen Mantel umwerfend, ich will gehen, mir für einige Tauſend er Meubles zu kaufen. Es ſoll glänzend bei mir ſein, wie bei einem Fürſten. Uebrigens bin ich zu großmüthig geweſen. Hätte ich einhundert Thaler geboten, er wäre auch zufrieden geweſen.
Mühlbach, Napoleon 1


