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ſer und einſichtsvoller Mann, der ſehr
mandant von Wien iſt ein wei Es wäre doch in
wie man mit dem Volk umgehen muß. Tyrannei, wenn man dem armen Volk nicht einmal geſtatten wollte, ſeine Meinung zu ſagen und dem Premier miniſter des Kaiſers ſeinen guten Rath zu ertheilen. Erlauben wir ihnen doch das, dann werden ſie ſich einbilden, eine ungeheure Helden⸗ that ausgeübt zu haben, und es wird ihnen ſcheinen, als ob ſie ſich großer Freiheit zu rühmen hätten. Das iſt aber die wahre Staats⸗ weisheit, mein guter kleiner Graf, daß man den Völkern den Schein und mit dieſem ihre Augen ſo ſehr blendet, daß
der Freiheit läßt, ſie gar nicht ſehen, daß von der Freiheit ſelber dabei gar keine
gut weiß, der That eine unerhörte
Rede iſt.
Da unten auf der Straße war ärger geworden, in dichten Haufen wälzte ſich das Volk zu des Miniſterhötel's heran, deſſen Pforten indeß bereits von dem vor— ſichtigen Portier geſchloſſen worden. Kräftige Fäuſte ſchlugen an dieſe Pforten, daß ſie dumpf erdröhnten, und unter dieſen Taktſchlägen ihrer Anführer brüllte und heulte das Volk ſein wüthendes Lied: Wir
wollen den Miniſter ſprechen.
das Geſchrei und Geheul immer dem Portal
Er ſoll uns Frieden geben! Frieden!
Frieden!
Ah, ich weiß, was vor Zorn. Dieſe Kerle ſind von Ihren Feinden angeſtiftet. chte, welche um Alles in der
das bedeutet, rief Graf Saurau zähneknirſchend Die Partei, welche Sie und mich ſtürzen mö Welt Frieden mit Frankreich machen und um jeden Preis Belgien bei Oeſterreich behalten möchte, dieſe Partei hat dieſe Kerls zum Aufruhr Excellenz, entweder abzudanken,
gedungen. Man will Sie zwingen, zöſiſchen
oder dem Volk ſeinen Willen zu thun und Frieden mit der fran Republik zu machen!
Thugut lachte laut auf. Mich zwingen, ſagte er lakoniſch.
Eben brüllte das Volk wieder laut auf, und wie Sturmesgeheul pfiff es an die Fenſter: Frieden! Wir wollen Frieden haben!
Zugleich verdoppelten ſich die wüthenden Schläge gegen die Thore
des Hötels. 4


