Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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deshalb niemals meine Anſprüche auf die Gri der Comteſſe geltend machen! Was wollen Sie damit ſ Ich will damit ſagehaß ich mich nicht der Ehre würdig halte, der S Eudoren's zu werden und niemals ſo kleinlich ſei de, eine Ehre anzu⸗ nehmen, welche ich nicht verdiensh Aber wenn ich Ihnen ſage, daß Eudora Sie liebt? Oh, nicht doch, ſie liebt mich nicht! Sie haßt, ſie verabſcheut mich, aber ſie hat Furcht vor mir und ſie iſt noch immer ſtolz, noch immer hochmüthig! Sie weiß, daß ich ihre Ehre und ihren Ruf in Händen halte, deshalb will ſie mich heirathen! Aber ich will nicht! Was liegt mir an der Ehre dieſer Gräfin, welche die Schuld trägt, daß dieſes edle, erhabene Weſen, welches ich liebte, mich verlaſſen hat, und allein und ſchutzlos hinausgegangen iſt in die Welt! Was frage ich nach der Verzweiflung dieſer Gräfin, deren Stolz und Uebermuth mich in das Verderben geſtürzt und mich zu dem gemacht hat, was ich jetzt bin, ein hartherzigeſ Fuſamer, treuloſer und heim⸗ tückiſcher Menſch, 3 nichts mehr Scheu e Kvfindet, der über Alles ſpottet, Alles verhöhnt und an nichts mehr glaubt! Nein, ſprechen Sie mir nicht mehr von der Gräfin Eudora,

vor nichts mehr Achtung, vor